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Wenn
mid Groß-Gerau - Brandgefährlich bei Ausweich- oder Bremsmanövern: Hund auf Beifahrersitz. ADAC
RATGEBER
Andreas Reiners - 5. August 2020, 09:44 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER

Wenn "Waldi" Beifahrer spielt

Das Bild ist süß und lässt die Herzen der Hundefreunde höher schlagen: Der Hund auf dem Beifahrersitz, die flatternden Ohren am geöffneten Fenster im Wind. Doch leider ist das höchst gefährlich, denn im Falle eines plötzlichen Brems- oder Ausweichmanövers und besonders bei Unfällen drohen massive Verletzungsgefahren für Mensch und Tier. Das hat der ADAC in Testfahrten mit Hunde-Dummies gezeigt.


Das Bild ist süß und lässt die Herzen der Hundefreunde höher schlagen: Der Hund auf dem Beifahrersitz, die flatternden Ohren am geöffneten Fenster im Wind. Doch leider ist das höchst gefährlich, denn im Falle eines plötzlichen Brems- oder Ausweichmanövers und besonders bei Unfällen drohen massive Verletzungsgefahren für Mensch und Tier. Das hat der ADAC in Testfahrten mit Hunde-Dummies gezeigt.

Dabei ist es unerheblich, wo der Hund sitzt: Sowohl auf dem Beifahrersitz, als auch auf dem Rücksitz, am Boden sowie im Kofferraum stellt der Vierbeiner eine echte Gefahr da.

Heißt laut ADAC-Experten: Die richtige Sicherung ist das A und O. Das gilt auch für die Rettung und Bergung nach einem Unfall: Ein ungesicherter Hund, der bei einem Autounfall verletzt wird, kann für Ersthelfer zur ernsten Gefahr werden. Oft sind nämlich die Vierbeiner nach einem Unfall traumatisiert und aggressiv. Dadurch kann sich die Rettung aller Unfallopfer verzögern, weil zuerst das Tier unter Kontrolle gebracht werden muss.

Laut ADAC sind Autogeschirre die Grundvoraussetzung für den sicheren Transport. Boxen für den Kofferraum sind jedoch die bessere Lösung. Wichtig ist, dass das Größenverhältnis zwischen Box und Hund stimmt und dass die Box mit Spanngurten an den Verzurrösen befestigt wird.

Viele Hundebesitzer wählen eine größere Box, um ihrem Vierbeiner mehr Bewegungsfreiheit zu bieten. Dies kann jedoch dazu führen, dass das Tier in der Box herumgeschleudert und dadurch verletzt wird. Besonders für kleine Hunde sind spezielle Körbchen eine gute Lösung.

Das Körbchen wird mit einem Fahrzeuggurt auf der Rücksitzbank befestigt. Wichtig ist allerdings, dass ein zusätzliches Sicherungssystem genutzt wird, etwa ein stabiler Brustgurt für den Hund. Noch sicherer ist die Unterbringung in einer entsprechenden Box hinter dem Beifahrersitz.

Eine Probe mit dem Tier ist vor dem Kauf ebenso empfehlenswert wie eine geduldige Eingewöhnung. Nicht vergessen sollten Hundebesitzer, dass auch die kurze Fahrt zur Gassi-Runde ein Risiko ist, wenn der Vierbeiner nicht ausreichend geschützt ist.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Andreas Reiners am 05.08.2020, 09:44 Uhr veröffentlicht.