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Wegfahrsperre bei Alkohol? Das denken die Autofahrer
mid Groß-Gerau - Noch immer ereignen sich auf Deutschlands Straßen zahlreiche Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss. Polizei Mettmann
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Ralf Loweg - 23. Juni 2020, 11:28 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Wegfahrsperre bei Alkohol? Das denken die Autofahrer

Alkohol am Steuer hat fatale Folgen. Betrunkene Autofahrer sind laut Statistik in Deutschland für mehr als 200 tödliche Verkehrsunfälle verantwortlich. Die EU will das ändern und ab 2022 Alkoholtests vor jeder Fahrt einführen. Doch was sagen Autofahrer dazu?


Alkohol am Steuer hat fatale Folgen. Betrunkene Autofahrer sind laut Statistik in Deutschland für mehr als 200 tödliche Verkehrsunfälle verantwortlich. Die EU will das ändern und ab 2022 Alkoholtests vor jeder Fahrt einführen. Das heißt: Vor Fahrtantritt muss der Fahrer in ein Röhrchen blasen. Hat er zu viel getrunken, wird das Fahrzeug am Losfahren gehindert. Das neue Konzept findet in Deutschland überwiegend Zustimmung, wie jetzt eine Studie von AutoScout24 zeigt.

Für mehr Sicherheit sind Autohalter zu großen Zugeständnissen bereit: 60 Prozent begrüßen es, dass vor Fahrtantritt ein Alkoholtest gemacht werden muss, 40 Prozent sind dagegen. Die Gründe der Befürworter sind vielfältig. Tatsächlich steht für 46 Prozent der Befragten die Sicherheit im Vordergrund, 22 Prozent sehen in dem Testgerät aber auch ein Instrument der Selbstkontrolle und sagen: So sehe ich immer, ob ich nach einer geringen Alkoholmenge noch fahren kann und habe Rechtssicherheit. Ebenfalls 22 Prozent sind der Meinung, dass das Testgerät nicht auf Neuwagen beschränkt bleiben, sondern bei Gebrauchten nachgerüstet werden sollte.

Welche Argumente haben die Kritiker der neuen Reglung? 22 Prozent glauben, dass das neue System zu Missbrauch einlädt und dass der Fahrer notfalls seine Kinder pusten lassen könnte. 19 Prozent lehnen es ab, weil es aus ihrer Sicht Neuwagen nicht nur teurer, sondern auch störanfälliger machen wird.

Erst an dritter Stelle stehen Bedenken, dass die eigenen Daten nicht im Fahrzeug verbleiben und in falsche Hände geraten könnten. Und 13 Prozent sehen in der neuen EU-Idee eine Bevormundung des Fahrers, die sie ablehnen.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg am 23.06.2020, 11:28 Uhr veröffentlicht.