ampnet - 21. Juni 2019, 12:22 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
TÜV-Verband lehnt Lockerung des A1-Führerscheinzugangs ab
Das Bundesverkehrsministeriums plant, die Anforderung an die Führerscheinausbilung der Klasse A1 (Leichtkrafträder) zu senken.
Der TÜV-Verband lehnt eine entsprechende Absenkung des Ausbildungsniveaus ab. ,,Ein Kurzprogramm bei der Fahrausbildung von rund 100 km/h schnellen Zweirädern lehnen wir aus Sicherheitsgründen ab", sagte Richard Goebelt, Bereichsleiter Fahrzeug und Mobilität des TÜV-Verbands (VdTÜV). Auch Autofahrer müssten den Umgang mit motorisierten mittelschweren Motorrädern gründlich lernen, um sich sicher im Straßenverkehr bewegen zu können. Aus Sicht des TÜV-Verbands reichen vor allem die praktischen Fahrstunden nicht aus. ,,Es wird zwar die Handhabung des Motorrads bei niedriger Geschwindigkeit geschult, es fehlen aber Ausbildungsinhalte bei höherem Tempo", sagte Goebelt. Zudem sei es wenig sinnvoll, keine Übungen im echten Straßenverkehr durchzuführen.
Auch die Idee, Fahrerlaubnisprüfungen auf Schaltfahrzeugen im Zusammenhang mit dem so genannten Automatikeintrag zu streichen, stoßen beim VdTÜV auf Kritik.
Bislang dürfen Autofahrer ein Leichtkraftrad fahren, wenn sie ihren Pkw-Führerschein der alten Klasse 3 vor 1980 gemacht haben. (ampnet/jri)
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