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4BMVI will Radverkehr fest im Sattel wissen
Andreas Scheuer beim 6. internationalen Radverkehrskongress. Foto: Auto-Medienportal.Net/BMVI
RATGEBER
ampnet - 13. Mai 2019, 15:53 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER

BMVI will Radverkehr fest im Sattel wissen

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat heute anlässlich des 6.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat heute anlässlich des 6. Nationalen Radverkehrskongresses (- 14. Mai 2019) seine Ziele für einen attraktiven Radverkehr in Deutschland vorgestellt. Den Radverkehr wolle er deutlich stärken. Wege dafür sieht Scheuer zum Beispiel in der Erhöhung der Bußgelder für das Parken auf Schutzstreifen und in zweiter Reihe. Interessierte fordert das BMVI auf, bis zum 30. Juni online ihre eigenen Ideen einzureichen.

Scheuer selbst formuliert acht Leitziele mit Beispiel für mögliche Maßnahmen. So sollen beim Neu- und Ausbau von Bundesstraßen möglichst auch Radwege begleitend mit gebaut werden. Beim Entfall soll in Zukunft eine Begründung nötig sein. Weiter stellt das BMVI 25 Millionen Euro jährlich für breitere und sicherere Radwege bereit. Auf der anderen Seite sollen die Bußgelder für das Parken auf Schutzstreifen und in zweiter Reihe angezogen werden.

Im urbanen Lastenverkehr sollen Lastenräder gefördert werden, die 20 Prozent des Lieferverkehrs abwickeln könnten. In den Universitäten sieht das BMVI Handlungsbedarf bei den Professuren: Zum Wintersemester 2020 werden erstmals Hochschul-Professuren gefördert, die sich mit Radverkehrsthemen beschäftigen. Weiter soll die Vernetzung von Fahrrädern, Ampeln und weiteren Fahrzeugen grüne Wellen und bessere Sichtbarkeit erzeugen.

Leuchtturmprojekte des BMVI, die in diesem Jahr erstmals mit insgesamt 20 Millionen Euro in den Kommunen gefördert werden können, bieten Kommunen die Möglichkeit, sich für kreuzungsfreie Radverkehre in der Stadt mit Tunneln oder Brücken eigens für Radfahrer zu bewerben. Die Frist dafür verstreicht in diesem Monat.

Das BMVI arbeitet außerdem daran, die Regelwerke und Handlungsempfehlungen zu überarbeiten, damit einheitliche Standards beim Radwegebau gelten. Das Bundesverkehrsministerium stellt allein in 2019 Rekordmittel in Höhe von rund 200 Millionen Euro für den Radverkehr bereit. (ampnet/deg)

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von ampnet am 13.05.2019, 15:53 Uhr veröffentlicht.