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6Hyundai Santa Fe Seven: Komfort made in Korea
mid München - Elegante Erscheinung: der Hyundai Santa Fe. Die 7-sitzige Version entspricht in Länge und Radstand der 5-sitzigen. Hyundai
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Marcus Efler - 30. April 2019, 08:37 Uhr - 4x4 Allrad NEUHEITEN

Hyundai Santa Fe Seven: Komfort made in Korea

Hyundai kann auch Luxus: Der Santa Fe Seven mit Allradantrieb ist der teuerste Pkw der Marke. Ein Langstreckentest klärt, ob sich das Invest lohnt.


Hyundai kann auch Luxus: Der Santa Fe Seven mit Allradantrieb ist der teuerste Pkw der Marke. Ein Langstreckentest klärt, ob sich das Invest lohnt.

Alle diese schönen neuen, vernetzten Autos haben Vor-, aber auch Nachteile. Zum Beispiel der Hyundai Santa Fe Seven, natürlich ausgestattet mit aufwändiger Audio-Anlage und vielen Schnittstellen fürs Smartphone. Auf der großen Tour kehrt die Familie ein in eine Autobahn-Raststätte, in den Tüten der Kindermenüs finden sich CDs mit Hörspielen. Wollen die Kids natürlich hören während der Weiterfahrt, allein: Es findet sich kein Schlitz für eine CD mehr. Kein Problem, die vertonten Jugend-Krimis gibt's ja auch beim Streaming-Dienst.

Dass der CD-Player dem Cassettendeck den Weg ins Technik-Nirwana gefolgt ist, würde man eigentlich gar nicht mehr bemerken, so sehr hat man sich inzwischen an die Streamingwelt gewöhnt. Und schließlich verwöhnt dieser Hyundai Santa Fe sonst mit allem, was man sich auf großer Tour wünscht: einem kräftigen, 200 PS starken Turbodiesel, einer sanft schaltenden Achtgang-Automatik, Allradantrieb sowie sieben Ledersitzen.

Gut 50.000 Euro kostet das SUV in dieser Ausführung, damit ist er der teuerste koreanische Pkw überhaupt; in der Top-Ausstattung "Premium" sind's gar 53.000 Euro. Verglichen mit einem VW Touareg ist das immer noch ein Kampfpreis, trotzdem wird sich mancher potenzielle Kunde fragen: Soviel Geld für ein Auto aus Fernost - ist es das wert?

Wenn man als Familie zu sechst unterwegs ist und eine längere Strecke entspannt zurücklegen will, lautet die Antwort eindeutig: ja. Vor allem die ausklappbaren Plätze der dritten Reihe bringen Familien richtig viel. Wer hin und wieder zu sechst oder siebt fährt - sei es, weil Opa und Oma zusteigen, oder weil ein Kindergeburtstag Transport-Kapazität verlangt - aber deshalb nicht unbedingt zum Kleinbus greifen möchte, der sitzt hier richtig.

Natürlich ist die letzte Reihe eher Eco als Business, als Erwachsener hält man es hier wegen des eingeschränkten Knieraums nur kurz aus. Kinder bis etwa 1,50 Meter Körpergröße sitzen in ihrer Erhöhung aber durchaus entspannt. Sie finden sogar eine eigene Klimazonen-Regulierung vor; dazu erleichtert ihnen eine Klapp-Kinematik der zweiten Reihe Ein- und Ausstieg. Vom Gepäckraum bleibt bei voller Bestuhlung freilich nicht viel mehr als ein schmaler Streifen; zur Not muss dann eine Dachbox aushelfen.

Etwas problematisch könnte der mittlere Platz der zweiten Reihe werden, der, wie in vielen SUV üblich, eher als Polsterfläche denn als Sitz ausgeführt ist, und dessen Gurtschloss unter einem Kindersitz nur mit einiger Fummelei zu ertasten ist. Immerhin ist der Kardantunnel für die Kraftübertragung zu den Hinterrädern sehr flach gehalten, so dass er kaum Fußraum frisst.

Der Lohn des Zusammenrückens: Eine Fahrt in einem Pkw, der dann doch mehr Langstrecken-Komfort bietet als ein Transporter - und dank Allrad-Antrieb sichere Traktion auch auf nasser Fahrbahn. Ab Autobahntempo 130 verschwindet der Motorsound hinter den Wind- und Reifen-Geräuschen; selbst Musik (und Krimi-Hörspiele) mit moderater Lautstärke sind auf allen Plätzen gut zu vernehmen.

Der Fahrer blickt auf ein digitales Kombi-Instrument, das je nach Fahrmodi in verschiedenen Farben erstrahlt. Das dient zwar eher dem Blingbling-Geschmack asiatischer Kunden, stört aber nicht weiter - zumal man wohl in der Regel im blau hinterlegten Komfort-Modus unterwegs ist. Der grün geränderte Eco-Modus drückt den Testverbrauch von gut siebeneinhalb Litern auch nicht weiter.

Ablageflächen inklusive einer induktiven Smartphone-Ladefläche gibt's reichlich. Bei den Assistenz-Systemen peilt Hyundai keine Vorreiter-Rolle an; es gibt den üblichen Abstands-Tempomat und eine Spurhaltehilfe. Das entspannt auf der Autobahn, lässt aber nie einen Zweifel daran, dass der Mensch hinter dem Lenkrad die Verantwortung trägt. So spult er denn entspannt die Kilometer herunter und steigt auch nach langen Etappen ohne Rückenschmerzen aus. Den Kaufpreis für diesen Langstrecken-Familien-Transporter hat er jedenfalls gut angelegt.

Marcus Efler / mid

Technische Daten Hyundai Santa Fe Seven 2.2 CRDi Automatik 4WD:

Fünftüriges, siebensitziges SUV, Länge/Breite (ohne Außenspiegel)/Höhe/Radstand in Millimeter: 4.770//1.890/1.680/2.750, Leergewicht: 1.890 kg, Zuladung: 698 kg, Anhängelast gebremst/ungebremst: 2.500/750 kg, Kofferraumvolumen: 625 - 1.695 l, Preis: ab 50.300 Euro.
Antrieb: 4-Zylinder-Turbodiesel, Hubraum: 2.199 ccm, Leistung: 147 kW/200 PS bei 3.800 U/min, max. Drehmoment: 440 Nm bei 1.750 - 2.750 U/min, 8-Gang-Automatik, 0 - 100 km/h: 9,4 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h, Allradantrieb, Normverbrauch: 6,3 l/100 km, Testverbrauch 7,6 l/100 km, CO2-Emission: 193 g/km, Schadstoffklasse: Euro 6d-Temp.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEUHEITEN wurde von Marcus Efler am 30.04.2019, 08:37 Uhr veröffentlicht.