ALLRAD-NEWS

Mirko Stepan - 13. Dezember 2016, 15:11 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Skoda geht mit Rückenwind ins neue Jahr

Sehr gute Absatzzahlen und der Titelgewinn in der Deutschen Rallye-Meisterschaft: Der geflügelte Pfeil im Logo von Skoda steht sinnbildlich für das erfolgreiche Jahr 2016.

Sehr gute Absatzzahlen und der Titelgewinn in der Deutschen Rallye-Meisterschaft: Der geflügelte Pfeil im Logo von Skoda steht sinnbildlich für das erfolgreiche Jahr 2016.

"Wir sind erneut gesund gewachsen", sagt Frank Jürgens, Sprecher der Geschäftsführung der Skoda Auto Deutschland GmbH anlässlich des Jahresabschlussgesprächs in Frankfurt am Main. Als Säulen des Wachstums nennt er unter anderem einen geringeren Anteil an Eigenzulassungen (32 Prozent) als einige Mitbewerber sowie die Verkaufszahlen des Superb, die um 60 Prozent auf rund 22.000 Stück gegenüber dem Vorjahreszeitraum in den ersten elf Monaten angestiegen sind. Damit habe der Superb alle Erwartungen im eigenen Haus übertroffen. Inzwischen liegt das Flaggschiff der Marke auf Platz fünf im Segment.

Der Umsatz von Skoda Auto Deutschland wird 2016 bei rund drei Milliarden Euro liegen, so die Prognose, die Umsatzrendite bei etwa zwei Prozent. Ebenfalls für Zufriedenheit sorgt die Position im Importmarken-Ranking. Hier liegt das Volumenmodell Octavia auf dem ersten Platz, der Fabia - im deutschen Kleinwagen-Segment Dritter hinter VW Polo und Opel Corsa - auf Rang zwei und der Superb auf dem neunten Platz.

Dass auch der neu vorgestellte und ab 4. März 2017 bei den Händlern stehende Kodiaq die Top Ten bei den Import-Autos stürmen wird, ist nicht ganz unwahrscheinlich. Die Vorbestellungen zeigten, dass das neue Modell gut ankomme, so Jürgens. Man erwarte, dass der Kodiaq zum "Volumenträger" werde und dass das SUV auch im Flottenbereich ein Wörtchen mitrede.

Den Rückgang des Gesamtmarktanteils in Deutschland begründet Jürgens mit dem Auslaufen des Roomster und dem Fehlen eines SUV im A-Segment - eine Lücke, die der Kodiaq schließen wird. Ohne dieses in Deutschland sehr beliebte Segment wäre auch hier ein Wachstum zu verzeichnen gewesen, heißt es beim Hersteller.

Vom "Diesel-Gate" ist bei der Volkswagen-Tochter nichts zu spüren. Der Anteil an Diesel-Fahrzeugen wurde 2016 sogar ausgebaut. Auch bei den Restwerten, wo die Marke insbesondere mit dem Superb Preise einheimsen konnte, sei kein Einbruch zu verzeichnen. Sehr großes Wachstumspotenzial sieht man bei Skoda im Großkundengeschäft.

Zufrieden ist der Sprecher der Geschäftsführung mit dem Abschneiden der Vertragswerkstätten beim ADAC-Werkstatt-Test. Vier von fünf haben die Note "sehr gut" erreicht, einer die Note "gut". Insgesamt zeige das Abschneiden der Vertragshändler, dass hier innerhalb der Branche eine sehr gute Qualität geboten werde, so Jürgens.

Neben dem Kodiaq wird ebenfalls am 4. März 2017 das Octavia-Facelift auf den Markt kommen, unter anderem mit einer geänderten Frontpartie und mehr Möglichkeiten im Bereich "Connectivity". Zur 2017er Modelloffensive der Marke gehören außerdem die Sondermodelle "Drive" (Januar), die Octavia-Varianten Scout und RS im Mai, Überarbeitungen der Modelle Rapid und Citigo im Sommer sowie ein neuer Yeti, der im Herbst kommt. Für Ende 2017 kündigt Jürgens einen Kodiaq Sportsline an.

Auch auf der sportlichen Seite strebt Skoda Auto Deutschland 2017 wieder ein erfolgreiches Jahr an. Erklärtes Ziel ist hier die Titelverteidigung bei der Deutschen Rallye-Meisterschaft mit dem Erfolgsduo Fabian Kreim/Frank Christian. Zudem peilt die Volkswagen-Tochter zwei weitere Rekorde an: 200.000 Neuzulassungen - 2016 werden es rund 185.000 sein - und zwei Millionen Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Ob dieses Ziel bereits 2017 erfüllt wird, lässt sich Frank Jürgens jedoch nicht entlocken: Der deutsche Markt sei sicher auch 2017 sehr stabil. Dennoch könnten immer unvorhergesehene Dinge passieren.

Mirko Stepan / mid

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Mirko Stepan am 13.12.2016, 15:11 Uhr veröffentlicht.