Konrad Winterstein - 18. Oktober 2016, 13:05 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Volvo: Rückwärts reisen kleine Kinder im Auto am sichersten
Vorwärts oder rückwärts? Mit Erhöhung oder ohne? Beifahrerairbag an oder aus? Wer nicht täglich Kinder transportiert, kommt bei diesen Fragen schnell ins Schleudern. Und da ist ja auch noch der technische Fortschritt: Volvo hat daher seine Empfehlungen zum Thema Kinder und Airbags präzisiert und gleich noch eine neue Serie von Kindersitzen für alle Altersstufen aufgelegt.
Vorwärts oder rückwärts? Mit Erhöhung oder ohne? Beifahrerairbag an oder aus? Wer nicht täglich Kinder transportiert, kommt bei diesen Fragen schnell ins Schleudern. Und da ist ja auch noch der technische Fortschritt: Volvo hat daher seine Empfehlungen zum Thema Kinder und Airbags präzisiert und gleich noch eine neue Serie von Kindersitzen für alle Altersstufen aufgelegt.
"Wir wollen gewährleisten, dass junge Menschen so sicher wie möglich unterwegs sind - je nach Körpergröße und Alter", sagt Lotta Jakobsson vom Volvo-Technk-Center für Unfallvermeidung. Kindersicherheit hat ja Tradition bei den Schweden, schon in den 1960ern führten sie Crash-Tests mit Kindersitzen durch, um Auto und Sitz zu optimieren.
"Bis zu einem Alter von drei oder vier Jahren sollten Kinder in rückwärtsgerichteten Sitzen transportiert werden. Dies ist für sie am sichersten," nennt Lotta Jakobsson die Faustregel für die jüngsten Mitfahrer. "Dann, bis zu einer Körpergröße von 1,40 Meter, sind spezielle Kindersitze oder Sitzerhöhungen am besten", ergänzt sie ihre Empfehlung. "Allerdings erlauben viele Eltern ihren Kindern zu früh, mit dem Gesicht in Fahrtrichtung zu sitzen", wissen Jakobsson und ihre Kollegen aus der Volvo-Sicherheitsforschung.
Der Grund ist trivial: Einige Kinder beschweren sich lautstark über die eingeschränkte Beinfreiheit in einem Rebound-Sitz oder die große Wärme, die solche Sitze wegen ihrer üppigen Polster ausstrahlen. Eltern geben dem Gequängel manchmal nach - im Falle eines Unfalls allerdings mit meist schlimmen Folgen. Um einen Kindersitz enorm aufzuheizen und die Kinder ins Schwitzen zu bringen - dafür braucht es übrigens keinen heißen Sommertag. Eine schöne Herbst- oder Wintersonne, die vom wolkenlosen Himmel ungehindert durch die Seitenscheibe ins Fahrzeug scheint, reicht da schon aus.
Volvo hat daher gemeinsam mit dem Spezialisten Britax-Römer eine Serie von Kindersitzen entwickelt, die sowohl beim Platzangebot als auch beim Klimakomfort verbessert wurden. Gegenüber konventionellen Modellen bauen die neuen Sitze kompakter, sodass die Kinder mehr Beinfreiheit und auch mehr Sitzkomfort erleben. Die Polsterung ist zudem besonders widerstandsfähig und atmungsaktiv, da sie zu 80 Prozent aus Wolle besteht. Sowohl bei wärmeren, als auch bei kühleren Temperaturen verbessert sie so den Komfort.
"Wir glauben, dass Kinder in unserem neuen rückwärtsgerichteten Sitz komfortabler unterwegs sind und ihre Eltern sie deshalb länger in dieser Position transportieren", fasst Lotta Jakobsson die Vorteile der neuen Sitze zusammen. Das Programm umfasst eine Babyschale mit rückwärts gerichteter Sitzposition, einen Reboarder-Kindersitz für Kinder von neun Monaten bis sechs Jahren und nach vorn zeigende Kindersitze für die Altersgruppe von drei bis zehn Jahren.
Typisch Volvo, möchte man sagen, ist in diesem Zusammenhang auch die Präzisierung der Empfehlungen zum Thema Beifahrerairbag. Für alte und neue Volvo gleichermaßen gilt, dass entgegen der Fahrtrichtung sitzende Kinder optimal geschützt sind, wenn der Beifahrerairbag abgeschaltet ist.
Sitzen auf dem Beifahrersitz Kinder bis zu 140 Zentimeter Größe in einer Sitzerhöhung, unterscheiden sich die Empfehlungen allerdings: In den neueren Volvo - und in allen kommenden Modellen - empfiehlt Volvo eindringlich, den Beifahrerairbag nicht abzuschalten. Für ältere Modelle hingegen lautet die klare Empfehlung für Kinder unter 1,40 Meter Körpergröße auf dem Beifahrersitz: Airbag abschalten!
Neu im gemeinten Sinne sind alle Volvo ab dem S80 von 2007 und den V70 und XC70 von 2008. Gesetze, fügt Volvo hinzu, müssten jedoch eingehalten werden. Und für schwangere Beifahrerinnen gelten ohnehin die Empfehlungen für Erwachsene: anschnallen und Airbag an.
Konrad Winterstein
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Konrad Winterstein am 18.10.2016, 13:05 Uhr veröffentlicht.
