Ralf Loweg - 20. April 2016, 11:28 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Citroen: Rallye-Test im Tarnanzug
Es wird ernst für Citroen: Auf Schotterstrecken in Frankreich hat der Autobauer jetzt die ersten Testfahrten mit dem neuen Fahrzeug für die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) absolviert. Dabei war der Rallye-Bolide mit einer speziellen Tarnfolie beklebt.
Optisch und akustisch sind die neuen Rallye-Boliden im Vergleich zu den seit 2011 eingesetzten Fahrzeugen deutlich anders. Die 55 Millimeter breitere Karosserie gibt mehr aerodynamische Freiheiten, sagen die Citroen-Ingenieure. So hat das neue Fahrzeug eine Frontschürze mit einem Splitter, auffällige Luftein- und -auslässe, einen Diffusor und weitere Details.
Der 1,6-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung hat wie die Citroën C-Elysée WTCC einen Luftmengenbegrenzer mit einem Durchmesser von 36 Millimeter. Die dadurch auf 380 PS gesteigerte Leistung, das um 25 Kilogramm verringerte Gewicht sowie der Allradantrieb, der dank eines zentralen Differenzials eine bessere Traktion ermöglichen soll, dürften auch so manchen Fahrer vor neue Herausforderungen stellen.
Citroen hat sich für das Comeback viel vorgenommen. Die Franzosen wollen nach eigener Ansage in der neuen Rallye-Ära ab 2017 um Siege und WM-Titel mitfahren. Die ersten Kilometer legte Testfahrer Alexandre Bengué zurück. Danach kam Kris Meeke im Prototyp für einen weiteren Shakedown zum Einsatz. Unter der Leitung von Laurent Fregosi, dem Technischen Direktor von Citroen Racing, absolvierte das Team anschließend in Südfrankreich die erste richtige Testsitzung. Auf steinigen Pisten, die sonst von Marathonrallye-Fahrzeugen genutzt werden, wurde die Robustheit des Chassis, der Radaufhängung, des Getriebes und der Karosserie auf eine harte Probe gestellt. Das Hauptaugenmerk hat Citroen auf das Aufdecken von sogenannten "Kinderkrankheiten" sowie auf verschiedene Set-ups und deren Auswirkungen auf das Fahrzeug gelegt.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg am 20.04.2016, 11:28 Uhr veröffentlicht.
