Mirko Stepan - 22. März 2016, 14:15 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Cockpit der Zukunft: Continental zeigt das Tablet auf Rädern
Das Auto-Cockpit wird immer mehr zur Multifunktions- und Multimedia-Schaltzentrale. Es soll dabei nicht nur funktional sein, sondern auch stylisch. Wie beim Smartphone sind Glasoberflächen im Trend. Der Zulieferer Continental zeigt, was uns in nächster Zukunft erwartet.
Das Auto-Cockpit wird immer mehr zur Multifunktions- und Multimedia-Schaltzentrale. Es soll dabei nicht nur funktional sein, sondern auch stylisch. Wie beim Smartphone sind Glasoberflächen im Trend. Der Zulieferer Continental zeigt, was uns in nächster Zukunft erwartet.
Bessere Sicherheit wegen einer intuitiven Bedienung verspricht sich Continental von einer innovativen gebogenen Mittelkonsole, die sowohl Gestensteuerung als auch aktive haptische Rückmeldungen - beim Auflegen des Fingers erfolgt ein spürbarer Gegendruck - miteinander kombiniert. Das System verbindet zwei 12,3-Zoll-AMOLED-Touchdisplays, und anstelle einer Flut von Schaltern können Funktionen wie die Menü-Führung beispielsweise über einen virtuellen Drehschalter ausgeführt werden, der bei jedem Wechsel einen kurzen Impuls schickt und den der Fahrer zur Aktivierung drücken muss - das simuliert die seit Jahrzehnten bekannte Funktionsweise, ermöglicht aber viel mehr Belegungen. Und mindert die Ablenkung vom Straßenverkehr. "Und es ist schick, liegt mit seiner hochwertigen Anmutung voll im Trend - das ist heute extrem wichtig", erklärt Andreas Brüninghaus, bei Continental Experte für haptische Bedienelemente. Es müsse immer mehr zum Erlebnis werden, ins Auto einzusteigen.
Endgültig zum "Tablet auf Rädern" - so Sten-Olaf Wilkening, Director Innovation & Communication - wird das Cockpit mit der sogenannten "OIP HMI Experience": Hier sind einzelne Funktionen in Apps (AutoLinQ) ausgelagert, die sich je nach den individuellen Bedürfnissen des Nutzers hin- und herschieben lassen. Denkbar ist die Anzeige - etwa der Routenführung - in der Mittelkonsole genauso wie im Instrumententräger, zum Beispiel zwischen Tacho und Drehzahlmesser. Oder als Einblendung im Head-Up-Display. "Es war uns wichtig eine Schnittstelle zu bekommen, die all diese Möglichkeiten kombiniert", erklärt Brüninghaus. "Und der Kunde sollte seine gewohnte Smartphone-Bedienung im Auto wiederfinden."
Ein Lenkrad, das mit Knöpfen für die Telefon- und Radiobedienung, für Tempomat und diverse andere Funktionen überfrachtet ist, wird in einigen Jahren in vielen Autos ausgestorben sein. "Gestensteuerung" heißt auch hier das Zauberwort, und Continental zeigt mit einem aktuellen Prototypen, wie das funktioniert: Eine Kamera erkennt die Bewegungen des Fahrers - und das System setzt die vorgegebenen Befehle um. So kann, ohne dass der Fahrer sich ablenken lässt, indem er zum Beispiel den richtigen Knopf suchen muss, per Winkbewegung ein Anruf angenommen werden.
Und wann dürfen wir diese Multimedia-Erlebniswelt im Auto erwarten? Die Gestensteuerung benötigt noch etwas Zeit. Großflächige Displays und breitgefächerte App-Anwendungen kommen in den nächsten fünf Jahren, so jedenfalls die Einschätzung der Continental-Experten.
Mirko Stepan
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Mirko Stepan am 22.03.2016, 14:15 Uhr veröffentlicht.
