Konrad Winterstein - 15. März 2016, 11:22 Uhr - 4x4 Allrad NEUHEITEN
Hyundai spendiert dem Sante Fe sieben Sitze
Mit einer Modellpflege macht Hyundai seinen SUV Santa Fe fit für die zweite Lebenshälfte. Neue Assistenzsysteme und mehr Ausstattung werten ihn auf, und mit bis zu sieben Sitzen könnte er nun einem Marken-Kollegen gefährlich werden.
Was auf den ersten Blick wie eine überflüssige Konkurrenz im eigenen Haus erscheint, entpuppt sich beim Studium der technischen Daten allerdings als sinnvolle Ergänzung. Schließlich ist der Grand Santa Fe 21 Zentimeter länger als das Normal-Modell. Das Parken - ob unterwegs oder zuhause - wird dadurch schon schwieriger. Zudem sind die Innenraumkonzepte der zwei SUV verschieden: Der Grand Santa Fe ist serienmäßig ein Sechssitzer mit drei Zweier-Reihen und wird auf Wunsch - ohne Aufpreis - zum Siebensitzer mit einer Dreier-Bank in der Mitte und zwei Einzelsitzen hinten. Dieses Layout hat der Santa Fe in den teureren Ausstattungen serienmäßig, fünf Sitze dagegen hat nur das Basismodell Trend.
Der Wendigkeitsgewinn durch die kürzere Karosserie geht einher mit einem kleineren Kofferraum, doch die Differenz ist erträglich: Sind es beim Grand Santa Fe als Viersitzer 634 Liter Stauraum, meistert der Santa Fe als Fünfsitzer 534 Liter. Die Maximalwerte differieren etwas stärker mit 1842 zu 1680 Litern. Auch damit sollte man klar kommen, wenngleich nicht verschwiegen werden darf, dass die gut 4.000 Euro teurere Lang-Version mehr Beinraum parat hält.
Der Schritt vom Fünfsitzer zum Siebensitzer, der nur beim 200 PS starken Allrad-Diesel 2.2 CRDi in den gehobenen Ausstattungen Style und Premium möglich ist, kostet beim Santa Fe 1.240 Euro. Das klingt nicht gerade nach einem Sonderangebot, doch schließlich verfügen die Siebensitzer generell über eine Hinterachse mit Niveauregulierung, um den Fahrkomfort auch bei großer Zuladung auf hohem Niveau zu halten. Erfreulich ist die durchdachte Variabilität: Die dritte Reihe mit zwei Sitzen lässt sich plan im Boden versenken, so dass der Gepäckraum nicht kleiner ist als beim normalen Fünfsitzer. Und die zweite Reihe mit ihren 40:20:40 geteilten Lehnen lässt sich um 27 Zentimeter verschieben - zuvor waren es nur 25,5 Zentimeter - und vom Gepäckraum aus flachlegen. So entsteht ein glattflächiger Laderaum, der auch für sperriges Umzugsgut geeignet scheint.
Die Option auf sieben Sitzplätze, der überarbeitete Bug mit neuen Scheinwerfern samt LED-Tagfahrlicht, neu gestaltete Aluräder oder LED-Rückleuchten ab der Ausstattung Style sind nicht das einzig Neue am Santa Fe. Als Petitesse muss auch der um drei PS auf 147 kW/200 PS erstarkte 2.2 CRDi-Diesel gelten. Erwähnenswerter sind eine Start-Stopp-Einrichtung für die Selbstzünder und zeitgemäße Assistenzsysteme. So lässt sich der Santa Fe nun mit einem radargestützten Kollisions-Warner samt Notbrems-Assistent ausrüsten, der im Geschwindigkeitsbereich bis zu 70 km/h sogar Fußgänger erkennt, die quer über die Fahrbahn laufen.
Ebenfalls im Programm ist nun ein Totwinkel-Warner, dessen Radar-Sensoren so weitwinklig arbeiten, dass sie beim Rückwärtsfahren auch bei Querverkehr Alarm schlagen können. Praktisch beim Ausparken aus Parktaschen, die der Fahrer nach wie vor autonom ansteuern muss. Längs der Straße muss er sich ums rechtzeitige Hin- und Herlenken nicht mehr kümmern: Für den Santa Fe Premium ist ein Park-Paket erhältlich, das den SUV aktiv in Parklücken zirkelt und mit einer 360-Grad-Darstelung aus der Vogelperspektive das Rangieren auf engem Raum erleichtert.
War das alles an Neuerungen? Nein. Im Basismodell Trend lässt sich nun die Lenk-Charakteristik in drei Stufen einstellen, die Style-Modelle haben nun auch vorn serienmäßig Parksensoren, und im Premium finden sich ein modernisiertes Navigationsgerät samt Digitalradio sowie Xenonscheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht. Auf Wunsch lässt weiterhin ein großes Panoramadach die Sonne ins Auto und die Vordersitze lassen sich bei großer Hitze kühlen.
Konrad Winterstein
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