ALLRAD-NEWS

Ralf Loweg - 13. Januar 2016, 15:43 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

"Soulmate": Wenn das Auto eine Seele hat

Intelligent und gut vernetzt sind sie ja schon, unsere Freunde auf vier Rädern. Doch haben Autos auch eine Seele? Auf diese Frage hat Zulieferer Bosch jetzt eine Antwort gefunden. Zusammen mit den Spezialisten von EDAG hat der Konzern ein Fahrzeug entwickelt, das seinem Besitzer jeden Wunsch praktisch von den Lippen ablesen kann. 'Soulmate' heißt diese Vision, die zur Wirklichkeit wird und im März auf dem Genfer Autosalon zu sehen ist.


Intelligent und gut vernetzt sind sie ja schon, unsere Freunde auf vier Rädern. Doch haben Autos auch eine Seele? Auf diese Frage hat Zulieferer Bosch jetzt eine Antwort gefunden. Zusammen mit den Spezialisten von EDAG hat der Konzern ein Fahrzeug entwickelt, das seinem Besitzer jeden Wunsch praktisch von den Lippen ablesen kann. "Soulmate" heißt diese Vision, die zur Wirklichkeit wird und im März auf dem Genfer Autosalon zu sehen ist.

Das Herz des "Soulmate" ist das Armaturenbrett: Denn das haben die Ingenieure inklusive der Mittelkonsole in ein elektronisches Display verwandelt. Die Inhalte passen sich an die aktuelle Umgebung des Fahrzeugs, aber auch an den Terminkalender und die persönlichen Vorlieben des Fahrers an. Und fällt ein Termin aus, passt das Fahrzeug selbsttätig die Route an - etwa auf eine Strecke, die automatisiertes Fahren erlaubt, sodass der Fahrer noch mehr freie Zeit gewinnt. Die Zeiten, in denen ein Auto nur von A nach B fährt, sind damit vorbei. Der "Soulmate" wird zum Freund und Helfer, in dem er sich aktiv um seinen Fahrer kümmert.

Und was kann der "Soulmate" noch? Zur Wohnung seines Besitzers hat er via Internet ständig Kontakt. Die Bosch-Experten haben auch gleich ein Beispiel parat: Steht ein Paketbote vor der Tür, genügt ein Fingerabdruck am Display im Fahrzeug, um den Boten in einen geschützten Bereich des Hauses einzulassen und den Empfang zu quittieren. Und das vernetzte Infotainment-System navigiert den Fahrer nicht nur durch den Verkehr, sondern auch durch die Aufgaben des ganzen Tages. Der "Soulmate" ermöglicht einen durchgängigen Zugriff auf Online-Dienste und Smartphone-Apps, versprechen seine "Schöpfer".

Auch die Optik des Autos ist alles andere als gewöhnlich. Die Karosserie des Roadsters setzt auf eine bionisch inspirierte Skelett-Struktur, die mit einer Außenhaut aus Stoff bespannt ist und generativ gefertigt ist. Dank der leuchtenden Außenhaut können andere Verkehrsteilnehmer beispielsweise auf ein nahendes Stauende aufmerksam gemacht werden. Wenn ein Radfahrer oder andere Fahrzeuge sich im "toten Winkel" befinden, lässt der "Soulmate" die betreffende Tür-Innenverkleidung rot aufleuchten, um den Fahrer so zu alarmieren.

George Orwells "1984" war gestern, heute gehört dem Auto als Seelenverwandtem die Zukunft.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg am 13.01.2016, 15:43 Uhr veröffentlicht.