Frank Wald - 7. Januar 2016, 18:17 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Keyless Go-Systeme in Sekunden gehackt
Schlüssellos gleich autolos? In weniger als 30 Sekunden sollen Diebesbanden ein Auto mit Keyless Go-System, bei dem zum Öffnen und Starten weder ein Knopf gedrückt noch ein Zündschlüssel gedreht werden muss, stehlen können. Und wie funktioniert die Masche?
Die Redaktion testete zehn Modelle verschiedener Marken von BMW über Mercedes, Renault, Volvo, Mazda bis VW mit entsprechender Ausstattung. Zum Einsatz kam ein Funkreichweitenverlängerer, wie ihn auch Geheimdienste nutzen. Der befindet sich versteckt in zwei Taschen. Eine Tasche wird nahe dem Schlüssel platziert und verlängert das Signal, die zweite steht neben dem Auto und fängt das Signal auf. Die Technik ist vergleichsweise simpel und auch günstig erhältlich. Die Geräte lassen sich mit etwas Know-how für weniger als 100 Euro nachbauen.
Bei fast allen Modellen ergibt sich beim Test dasselbe Bild: Nach ein paar Sekunden öffnen sich die Autotüren und die Motoren starten. Nur das Mercedes C 300 Coupé bleibt standhaft, da der Startknopf mitsamt Empfänger abnehmbar ist und der Wagen zudem auf einer eher seltenen Frequenz sendet und empfängt. Außerdem ist das Modell nur mit Keyless-Start ausgerüstet, die Tür öffnet sich per Knopfdruck auf den Schlüssel.
Tipps von Auto Bild: "Das Diebstahl-Risiko lässt sich mit ein paar Tricks minimieren", sagt Redakteur Claudius Maintz. "Legt man den Autoschlüssel in eine Keksdose aus Metall, in den Kühlschrank oder umwickelt man ihn mit Alufolie, kann das Signal nicht abgefangen werden. Am besten aber ist es, Keyless Go zurzeit gar nicht erst zu bestellen."
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Frank Wald am 07.01.2016, 18:17 Uhr veröffentlicht.
