Rudolf Huber - 18. Dezember 2015, 15:16 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Bosch-Untersuchung: Assistenzsysteme legen kräftig zu
Ein beeindruckende Zahl: Hätten alle Autos in Deutschland ein Notbremssystem an Bord, könnten bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden vermieden werden. Noch ist es lange nicht so weit, aber die Tendenz passt: Die Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen steigt rapide an, so der Zulieferer Bosch.
Ein beeindruckende Zahl: Hätten alle Autos in Deutschland ein Notbremssystem an Bord, könnten bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden vermieden werden. Noch ist es lange nicht so weit, aber die Tendenz passt: Die Verbreitung von Fahrer-Assistenzsystemen steigt rapide an, so der Zulieferer Bosch. Während 2013 nur jedes zehnte Neufahrzeug ein Spurassistenz- und ein automatisches Notbrems-System an Bord hatte, kamen die elektronischen Lebensretter 2014 bereits in jedem fünften der knapp drei Millionen neu zugelassenen Pkw zum Einsatz. Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel: "Nur wenn Fahrer-Assistenzsysteme auch vielfach eingesetzt werden, können sie den Straßenverkehr sicherer machen."
Weil das neue Euro-NCAP-Bewertungsschema ab 2016 bei neuen Fahrzeugen für die Bestnote von fünf Sternen einen vorausschauenden Fußgängerschutz vorschreibt, verbauen immer mehr Autohersteller die für die elektronischen Helfer notwendigen Umfeldsensoren. Laut Bosch wird sich 2015 der Absatz von Radar- und Videosensoren erneut verdoppeln.
Sensoren dienen als Basis für mehrere Assistenzsysteme: So ermöglicht etwa der auch im VW Polo und Golf verbaute Mittelbereichsradarsensor MRR neben einem Notbremssystem auch eine adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC). In Verbindung mit einem Auffahrwarnsystem reduziert ACC die Zahl der kritischen Bremsmanöver auf Autobahnen um 67 Prozent. Außerdem treten 73 Prozent weniger gefährliche Abstände zum vorausfahrenden Fahrzeug auf. Deutlich zunehmend ist laut der Bosch-Auswertung auch die Zahl der Müdigkeit-Warnsysteme. Sie waren 2014 in jedem vierten Neuwagen installiert. Sechs Prozent der Neuwagen verfügten über eine Verkehrszeichen-Erkennung. Am weitesten verbreitet sind die Einpark-Helfer vom Park-Piepser über Rückfahrkameras bis zum Parkassistenten. Sie gab es letztes Jahr bereits in jedem zweiten Neuwagen.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Rudolf Huber am 18.12.2015, 15:16 Uhr veröffentlicht.
