Ralf Loweg - 3. Dezember 2015, 09:53 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Peking, Smog und Formel E
Die Formel E ist mehr als Motorsport: Natürlich geht es in der Rennserie mit rein elektrisch angetriebenen Autos auch um Sieg und Niederlage. Doch Teams wie das von Abt und Technikpartner Schaeffler engagieren sich über das Renngeschehen hinaus auch für die Erforschung und Entwicklung umweltfreundlicher und nachhaltiger Mobilitätskonzepte.
Die Formel E ist mehr als Motorsport: Natürlich geht es in der Rennserie mit rein elektrisch angetriebenen Autos auch um Sieg und Niederlage. Doch Teams wie das von Abt und Technikpartner Schaeffler engagieren sich auch für die Erforschung und Entwicklung umweltfreundlicher und nachhaltiger Mobilitätskonzepte. Das Know-how hat sich Autozulieferer Schaeffler auch im Motorsport erworben. So hat der Weltkonzern aus Herzogenaurach beispielsweise für die zweite Saison der Formel E gemeinsam mit Abt einen eigenen Antriebsstrang entwickelt. Und das offenbar recht erfolgreich: Nach den ersten beiden Rennen führt der Brasilianer Lucas di Grassi in seinem "Abt-Schaeffler FE01" die Fahrer-Wertung an.
Auch andere Unternehmen sind dem "Phänomen Formel E" auf der Spur. So wurde unter der Leitung von DHL jetzt ein "eStory-Business-Programm" der Öffentlichkeit vorgestellt. Darin beschrieben sind Innovationen im Bereich Mobilität, Lösungen für grüne Technologien sowie Gemeinschaftsinitiativen der Formel E sowie der beteiligten Unternehmen. Dieses Programm soll das Potenzial beleuchten, das die Formel E für den kommerziellen Bereich und die Gesellschaft insgesamt mit sich bringt. Das Ziel ist ganz klar: Die Akzeptanz und Nachfrage für Elektromobilität in der Bevölkerung soll erhöht werden.
Und dabei ist Eile geboten: Das verdeutlichen in diesen Tagen die Bilder aus Peking. Denn die chinesische Hauptstadt versinkt im Smog. Ob die Formel E allein dieses Problem in den Griff bekommt, darf allerdings mehr als bezweifelt werden. Doch sie kann einen Beitrag leisten, erklärt Alejandro Agag, der Chef der Rennserie: "Wir sind gerade erst gestartet, aber wir haben schon aufregende Fortschritte gemacht." Die Serie erweise sich als Innovationsquelle für Lösungen, die auch im alltäglichen Straßenverkehr gute Chancen auf Erfolg haben, meint Alejandro: "Wir stehen aber erst am Anfang, mit dem Startschuss zur zweiten Saison der Formel E wird diese Innovations-Reise fortgesetzt."
Zufall oder Vorahnung: Die Rennserie ist erst vor wenigen Wochen in die neue Saison gestartet - und das ausgerechnet in Peking.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg am 03.12.2015, 09:53 Uhr veröffentlicht.
