Rudolf Huber (vm) - 13. Oktober 2015, 11:57 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
VW-Vorstand legt Zukunftsstrategie fest
Der neue VW-Markenvorstand setzt markante Zeichen: Er will die Investitionen um rund eine Milliarde Euro pro Jahr kürzen. Außerdem wurden die Entwicklungsziele für die künftige Diesel-Technologie, den Elektro-Antrieb und den neuen Phaeton neu definiert.
Der Vorstand beschloss einen vollständigen und schnellstmöglichen Umstieg auf die SCR- und AdBlue-Technologie in Europa und Nordamerika. Der sogenannte "Modulare Querbaukasten" (MBQ) soll von VW für alle relevanten Tochtermarken weiterentwickelt werden. Die Zielrichtung geht in Richtung Plug-in-Hybride mit deutlich vergrößerter Reichweite, E-Autos, die mit einer Akkuladung bis zu 300 Kilometer weit kommen, ein 48-Volt-Bordnetz für Mild-Hybride sowie effizientere Diesel-, Benzin- und Erdgas-Motoren.
Ein neuer "Elektrifizierungs-Baukasten" für die Kompaktklasse soll nicht nur für mehrere Marken, sondern auch gleichzeitig für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verwendbar sein. Damit seien, so ein VW-Sprecher, "besonders emotionale Fahrzeugkonzepte" und rein elektrische Reichweiten von 250 Kilometer bis 500 Kilometer möglich. Als "Leitstern für das Profil der Marke in der nächsten Dekade" soll nach dem Willen des VW-Vorstands weiter der Phaeton dienen. Dazu wurde das aktuell laufende Entwicklungsprojekt für die nächste Generation "neu aufgesetzt", sprich: deutlich modifiziert: "Im Lastenheft stehen ein voll elektrischer Antrieb mit Langstreckentauglichkeit, Connectivity und Assistenzsysteme der nächsten Generation sowie ein emotionales Design."
Unterm Strich will Vorstandsvorsitzender Herbert Diess die Marke VW effizienter machen, die Produktpalette und Kerntechnologien neu ausrichten und durch gezielte Einsparungen "den Spielraum für zukunftsweisende Technologien" schaffen.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Rudolf Huber (vm) am 13.10.2015, 11:57 Uhr veröffentlicht.
