der Redaktion - 13. Oktober 2015, 10:49 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
GTÜ und ACE testen Winterreifen
Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) het getestet, welche Bereifung im Winter die richtige ist.
Das Ergebnis zeigt, dass schmal im Winter nicht automatisch besser ist als breit. Im Gegenteil: Die vielen Lamellen bieten bei Mischbereifung erstaunlich viel Gripp und somit gute Traktion auf Schneepisten. Mit breit Reifen an der Hinterachse beschleunigt das Testfahrzeug spürbar besser als mit den schmaleren Vergleichsreifen. Trotzdem sind Extrabreite Reifen nicht die erste Wahl. Es fehlt ihnen vor allem auf nasser Straße an Ausgewogenheit. Bei ausgeschalteter Fahrdynamikregelung verlangt die ungleiche Bereifung an Vorder- und Hinterachse zudem deutlich mehr Arbeit am Lenkrad, das Fahrverhalten ist weniger eindeutig und berechenbar als bei gleichen Größen vorn und hinten.
Am harmonischsten fährt es sich, laut GTÜ, auf Schnee und Nässe mit gleicher Reifengröße vorn und hinten, wobei die mittlere Größe auf 17-Zoll-Felgen den besten Kompromiss darstellt. Denn nicht immer ist man im Winter auf einer geschlossenen Schneedecke unterwegs. Schmale Winterreifen können hingegen vor allem auf trockener Straße nicht so recht überzeugen. Mit ihnen ist der Bremsweg am längsten. Rund 47 Meter müssen hier aus Tempo 100 einkalkuliert werden. Zum Vergleich: Mit Sommerreifen steht das Testfahrzeug nach rund 38 Metern. Mit dem ,,Winter-Vernunftreifen" im 17-Zoll-Format lässt sich hingegen ein guter Meter Bremsweg sparen. (ampnet/dm)
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von der Redaktion am 13.10.2015, 10:49 Uhr veröffentlicht.
