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Ralf Loweg (vm) - 17. September 2015, 17:41 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Ein Opel-Astra für die Kanzlerin

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel tourte bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) durch die Frankfurter Messehallen. Es gab viel zu sehen und sogar ein kleines Geschenk.

Für Angela Merkel geht es meist im Eiltempo in einer gepanzerten Luxus-Limousine von Termin zu Termin. Natürlich sitzt die Bundeskanzlerin nicht selbst am Steuer, sondern lässt sich vom speziell ausgebildeten Chauffeur sicher ans Ziel bringen. Dennoch hat auch die Regierungs-Chefin ein gewisses Faible fürs Automobil. Und daher suchte die Kanzlerin jetzt auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main ein wenig Abwechslung vom politischen Alltag.

Am Opel-Stand nahm Angela Merkel den neuen Astra unter die Lupe: Empfangen wurde sie von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Er überreichte der Kanzlerin als Erinnerungsgeschenk das frisch in Weiß lackierte Modell eines Astra - genau dem Farbton des Blazers, den Angela Merkel an diesem Tag trug.

Keine Geschenke, aber viel zu sehen gab es auf dem Volkswagen-Stand. Begrüßt wurde die Bundeskanzlerin von VW-Chef Martin Winterkorn. Die Wolfsburger betonten, dass sie alles daransetzen, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Schon heute hat keine Volumenmarke mehr Elektromodelle im Programm als Volkswagen - sowohl reine Elektroautos als auch Plug-In-Hybride. In Zukunft wird Volkswagen laut Vorstand Herbert Diess in jeder Kernbaureihe einen Plug-In-Hybriden anbieten.

Er untermauerte dies mit der Präsentation des neuen Tiguan GTE. Diess: "Der Tiguan GTE zeigt das Potenzial dieser Technologie. Er kommt auf gerade einmal 42 Gramm CO2, bietet aber trotzdem mehr als 900 Kilometer Reichweite. Diess abschließend: "Das Leitmotiv von Volkswagen lautet seit jeher: 'Innovationen für alle'. Diesen Anspruch wollen wir auch bei den großen Zukunftsthemen erfüllen - unter anderem mit dem Elektroauto für alle." Das Ziel der Bundesregierung von einer Million E-Autos bis 2020 auf Deutschlands Straßen wird dennoch nur schwer zu erreichen sein.

Bei vielen Herstellern machte sich Angela Merkel persönlich ein Bild vom aktuellen Stand der Technik. So ließ sie sich von Ford-Geschäftsführer Bernhard Mattes das Konzept des Supersportwagens Ford GT erläutern. Unter dem Motto "Innovation durch Performance" ist der Ford GT das technologische Spitzenmodell für extremen Leichtbau, funktionelle Aerodynamik und umweltfreundliche Motoren-Technologie.

Bei Toyota begutachtete die Bundeskanzlerin den Mirai, eines der ersten Wasserstoff-Serienautos. Die Kanzlerin zeigte sich sehr interessiert und ließ sich von den Toyota-Bossen die Vorzüge dieses alternativen Antriebs erläutern. Die promovierte Physikerin zeigte sich angetan vom alltagstauglichen Wasserstoff-Antrieb, der auch einen wichtigen Beitrag zu den ökologischen Mobilitätszielen der Bundesregierung beitragen kann.

Auch Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, Gesellschafterin der Schaeffler AG reichte Angela Merkel die Hand und begleitete die Kanzelerin ein Stück auf ihrem offiziellen Messerundgang. Der Weg führte die Gruppe vorbei an einem repräsentativen Ausschnitt des Produkt-Portfolios, mit dem die Schaeffler-Gruppe die "Mobilität für morgen" mitgestalten will. Dazu gehören Technologien zur Verbrauchsreduzierung von Fahrzeugen mit klassischem Verbrennungsmotor, Antriebe für Elektrofahrzeuge und eine Vielzahl von Produkten für Hybrid-Autos.

In ihrer halbstündigen Rede auf der IAA betonte Angela Merkel, was für einen großen Anteil die Automobilindustrie an der positiven Wirtschaftsentwicklung Deutschlands habe. Die 66. IAA sei ein Beleg für die ungebrochene Innovationskraft der Branche und gebe einen hervorragenden und visionären Ausblick auf die Mobilität von Morgen.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg (vm) am 17.09.2015, 17:41 Uhr veröffentlicht.