Hanne Lübbehüsen/SP-X - 31. Juli 2015, 11:26 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Ratgeber: Rettungsgasse richtig bilden - Nicht den Weg versperren
Bei der Rettung von Menschenleben kann es um Minuten gehen. Kommen Krankenwagen, Tanklöschzug oder Polizeiauto mit Blaulicht und Martinshorn angerauscht, sollte man nicht in Panik verfallen, sondern handeln.
Meist empfiehlt es sich an den rechten Fahrbahnrand auszuweichen, um das Blaulichtfahrzeug vorbei zu lassen. Dort hält man entweder an oder fährt langsam weiter. Ausweichen nach links ist auch erlaubt, es hängt von der konkreten Verkehrssituation ab. In jedem Fall sollte man den Blinker setzen, um klarzustellen, welchen Fahrbahnrand man ansteuern will. Nicht immer ist es sinnvoll, anzuhalten. Ist die Straße zu eng, damit das Einsatzfahrzeug gut vorbei kommt, fährt man zügig weiter und weicht an der nächsten Möglichkeit aus. Wer an einer roten Ampel steht, muss ebenfalls Platz machen. Dafür ist es erlaubt, über die Haltelinie zu fahren. Wird man geblitzt, kann man gegen das Bußgeld vorgehen.
Ist man so geistesgegenwärtig, kann man das Kennzeichen des Einsatzfahrzeugs notieren. Auf jeden Fall sollte man aber auf eventuell querende Autos achten. Im Stau auf einer mehrspurigen Straße müssen Autofahrer eine Rettungsgasse bilden - übrigens sobald der Verkehr ins Stocken gerät und nicht erst, wenn der Krankenwagen von hinten angerauscht kommt. In Deutschland wie auch in vielen anderen EU-Staaten wird die Rettungsgasse bei zweispurigen Straßen in der Mitte gebildet. Bei mehrspurigen Straßen wird Platz zwischen der äußersten linken und der Spur direkt daneben geschaffen.
Auch wenn Polizei- und Rettungsfahrzeuge immer Vorrang haben, dürfen sie gegebenenfalls vorsichtig überholt werden. Beispielsweise wenn ein Rettungswagen auf der Autobahn mit langsamer Geschwindigkeit auf der rechten Spur unterwegs ist.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Hanne Lübbehüsen/SP-X am 31.07.2015, 11:26 Uhr veröffentlicht.
