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Ole Dietkirchen/SP-X - 23. Juli 2015, 14:44 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER

Leser fragen - Experten antworten - Assistenzsysteme für ältere Autofahrer

Manch guter Autofahrer wird mit zunehmendem Alter etwas unsicherer. Können Assistenzsysteme da helfen?

Frage: Ich gehöre zu der älteren Generation Autofahrer und würde mir durchaus technische Unterstützung durch Assistenzsysteme wünschen. Aber ich befürchte, dass ich mit den modernen Systemen nicht mehr zurechtkomme.

Antwort von Hans-Georg Marmit, Kraftfahrzeug-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS: Zunächst mal ein großes Lob, dass Sie dem Thema so aufgeschlossen gegenüber stehen, denn gerade der älteren Generation können die Systeme das Autofahren deutlich erleichtern: Ein aktiver Notbremsassistent verhindert mit seiner schnellen Reaktionszeit beispielsweise Auffahrunfälle, in dem er das Auto selbstständig abbremst. Einparkhilfen oder eine Rückfahrkamera ersparen das unbequeme Umdrehen beim Einparken. Ein Abstandstempomat erleichtert das ermüdende Stop-and-Go im dichten Autobahnverkehr. Die genannten Systeme bekommt man zum Bespiel mindestens optional bereits bei Fahrzeugen in der Kleinwagen-Klasse. 

Damit man die Vorteile der Assistenten bestimmungsgemäß ausnutzen kann, müssen die Systeme natürlich erst einmal vertraut sein. Wenn Sie aber so eine komplexe Tätigkeit wie das Autofahren beherrschen,  sollte es für Sie durchaus möglich sein, damit zu Recht zu kommen.

Natürlich braucht es Erläuterung und Eingewöhnungszeit, das gilt aber für alle Fahrer, nicht nur für Senioren. Am besten lässt man sich schon im Autohaus bei der Abholung des Fahrzeugs ausführlich erklären, wie die Systeme funktionieren und probiert sie in Ruhe aus. Es gibt auch Fahrsicherheitstrainings bei denen das Fahren mit Assistenzsystemen Kursbestandteil ist - auch extra für ältere Autofahrer.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Ole Dietkirchen/SP-X am 23.07.2015, 14:44 Uhr veröffentlicht.