Adele Moser/SP-X - 11. Juni 2015, 16:57 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Fahrzeughersteller experimentieren mit neuen Technologien - Aus dem Auto in den Alltag
Demnächst holen Autos bei Unfällen selbstständig Hilfe, lassen sich per Smartwatch einparken, und man kann mit ihnen durch Gesten kommunizieren. Doch auch die heute bereits eingebaute Technik kann nützliche Dienste leisten. Manchmal sogar abseits der vier Räder.
So experimentiert Honda bereits seit einigen Jahren mit Robotern. Der 2011 in dritter Generation entwickelte Elektronikzwerg Asimo kann nicht nur vorwärts, rückwärts und seitwärts laufen sondern auch Türen oder Schränke öffnen, Getränke einschenken und sogar Trompete spielen. Musikalisch und feinfühlig ist auch der Roboter von Toyota, der zwar schön geigen kann, seinen Hauptberuf allerdings wie auch der 1,30 Meter kleine Asimo in der Haushaltshilfe sieht.
Bei Mercedes soll das Leben durch Helfer ebenfalls vereinfacht werden. Die Schwaben haben im vergangenen Jahr auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas eine Technik vorgestellt, die das Vorheizen der Wohnung vom Auto aus erlaubt. Der Konzern hat dazu eine Kooperation mit dem Thermostat-Hersteller Nest Lab geschlossen, der sich auf intelligente und fern-programmierbare Heizungs-Steuerung spezialisiert hat. Die Technik des US-Unternehmens soll in den kommenden Monaten in die Bordelektronik von Mercedes-Modellen in den USA integriert werden.
Nicht ganz so ernst gemeint, aber auch nicht völlig unrealistisch, ist ein Produkt aus dem Hause Nissan. Die Japaner haben die aus Qashqai und Co. bekannte 360-Grad-Kamera sowie die Bewegungs- und Müdigkeitserkennung in einen Schreibtisch gepackt, wo sie das Büroleben erleichtern soll. So liefert der Around-View-Monitor eine 360-Grad-Rundumsicht um den Schreibtisch, die Bewegungserkennung registriert im Radius von 5 Metern sich dem Schreibtisch nähernde Kollegen und Müdigkeitswarner überwachen den Produktivitätsgrad. Wird zum Beispiel keine Aktivität festgestellt, gibt es ein akustisches oder optisches Signal. Die ganze Sache kommt mit einem Augenzwinkern daher. So leuchtet beispielsweise das Kaffee-Symbol, wenn man telefoniert und deshalb weder tippt noch die Maus benutzt. Und ob man sich auf die unter dem Sitz angebrachten Kameras, die zum Beispiel die Ankunft des Chefs frühzeitig ankündigen könnten, wirklich verlassen sollte, sei mal dahingestellt.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Adele Moser/SP-X am 11.06.2015, 16:57 Uhr veröffentlicht.
