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Adele Moser/SP-X - 19. Mai 2015, 14:03 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER

Ratgeber: Vorsicht, Sonne! - Mit Brille, Creme und Kopfbedeckung

Nach den Wintermonaten ist die Sehnsucht nach wärmenden Sonnenstrahlen groß. Und nicht nur Cabriofahrer können es kaum erwarten, wieder oben ohne zu fahren. Frischluft-Fans sollen das schöne Wetter allerdings nicht unüberlegt genießen.

Auf besseres Wetter haben vor allem Cabrio-Fahrer lange gewartet. Wenn die Sonne scheint, entledigt man das Fahrzeug seines Verdeckes und es geht raus auf die Landstraße. Der Fahrtwind sorgt jedoch nicht nur für einen kühlen Kopf, sondern überdeckt auch das Gefühl für Hitze. Mit der Folge, dass Sonneneinstrahlung weniger intensiv wahrgenommen wird, als sie wirklich ist. So drohen Verbrennungen oder sogar ein Sonnenstich.

Ganz sicher vor den Gefahren des heißen Sterns ist man aber auch in einem geschlossenen Fahrzeug nicht. Zwar schirmt die Frontscheibe alle UV-Strahlen ab. Die Seitenscheiben sowie die Heckscheibe absorbieren aber nur die aggressiven UVB-Strahlen, die UVA-Strahlung wird hingegen nur wenig abgeschwächt und kann zu einem großen Teil ungefiltert durch die Scheiben dringen.

Um sich zu schützen sollten vor allem Arme und Gesicht mit Sonnenschutzcreme eingerieben werden. Auch langärmelige Kleidung aus leichtem, luftdurchlässigem Stoff hilft. Auf der Rückbank können Insassen durch spezielle Sonnenschutzsegel an den hinteren Seitenfenstern geschützt werden. Dies ist besonders bei kleinen Kindern wichtig, deren Haut viel anfälliger ist.

Cabrio-Fahrer, die der Sonne komplett ausgesetzt sind, sollten nicht nur eine Sonnenbrille tragen, sondern auch auf eine Kopfbedeckung achten. Denn die Kopfhaut wird durch die Haare nicht geschützt und kann sehr leicht verbrennen.

Besonders wichtig auf langen Urlaubsreisen mit dem Auto ist die richtige Sehhilfe. Damit grelles Licht und Reflektionen die Sicht nicht einschränken, benötigen Autofahrer eine Sonnenbrille in der richtigen Stärke. Nicht empfehlenswert sind Aufsteckclips oder selbsttönende Gläser. Aufsteckclips, die aus der normalen Brille eine Sonnenbrille machen, können sich störend auswirken, wenn das Sonnenlicht zwischen den Gläsern hin und her gespiegelt wird. Dadurch wird das Kontrastsehen erschwert. Auch selbsttönende Gläser sind für den Einsatz hinterm Steuer nicht geeignet. Sie reagieren auf UV-Licht und verdunkeln sich automatisch. Was vor Jahren ein Trend war, bringt dem Autofahrer nichts: Denn der größte Teil des UV-Lichtes wird sowieso durch die Autoscheibe herausgefiltert. Gut geeignet sind dagegen braune oder graue Gläser mit 65 bis 75 Prozent Tönung, denn die verfälschen die Farben von Ampeln oder Schildern nur wenig.

Auch Kontaktlinsenträger sollten bei der Fahrt in den Urlaub eine Sonnenbrille tragen. Die kann auch einen positiven Nebeneffekt haben: Denn sowohl Zugluft als auch Luft aus der Klimaanlage können dazu führen, dass Kontaktlinsen austrocken und die Augen dadurch gereizt werden oder ermüden.

Übrigens: Spraydosen sollten während der heißen Jahreszeit auf jeden Fall aus dem Auto entfernt werden. Denn sie heizen sich bei hohen Temperaturen im Wageninneren stark auf und können explodieren. In praller Sonne werden im Fahrzeuginnenraum schnell 80 Grad erreicht. Schon wenn 50 Grad überschritten werden, kann die Blechhülle der Dose dem steigenden Innendruck oft nicht mehr standhalten und zerplatzt.

Neben Deo-, Sonnen- oder Insektenschutz-Dosen können auch kohlesäurehaltige Getränkeflaschen explodieren. Wer auf sie nicht verzichten will, sollte die Flaschen zumindest im Kofferraum aufbewahren, da es dort meist kühler ist und eine eventuelle Explosion weniger Schaden anrichtet. Besser sind Flaschen und Dosen ohne Kohlensäure und vor allem ohne Treibgas.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Adele Moser/SP-X am 19.05.2015, 14:03 Uhr veröffentlicht.