Ralf Loweg (vm) - 9. Februar 2015, 12:16 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Panik und Power: Udo Lindenberg im Porsche-Museum
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Die meisten kennen Udo Lindenberg als erfolgreichen Musiker. Doch was die wenigsten wissen: Der fast 70-Jährige ist auch Markenbotschafter des Sportwagenbauers Porsche. Die Schwaben unterstützen den Künstler wiederum bei dessen Afrika-Stiftung. Da ist es jetzt natürlich an der Zeit, auch einmal ein gemeinsames Projekt zu starten.
Unter dem Motto "Porsche, Panik, Power" gibt es nun eine einzigartige Sonderausstellung im Porsche-Museum. Neben Bildern sind erstmals auch zahlreiche Exponate aus Udo Lindenbergs Privatsammlung zu sehen, darunter seine legendäre Lederjacke, die er einst Erich Honecker schenkte und eine Schalmei, die der Staatsratsvorsitzende der Ex-DDR an ihn zurückschickte.
Seit mehr als 20 Jahren malt der Musiker auch und ist inzwischen einer der erfolgreichsten Pop-Art-Künstler Deutschlands. Er inspiriert junge Künstler, mischt sich in gesellschaftliche Diskussionen ein und hilft mit seiner Stiftung bei Projekten in Afrika. Inzwischen blickt Udo Lindenberg auf mehr als 40 Jahre Karriere im Musikgeschäft zurück. Er sei längst zu einer unverwechselbaren Marke geworden, sagen sie bei Porsche. "Udo und Porsche - das passt", betont Porschechef Matthias Müller. Porsche und Lindenberg seien unverwechselbare Marken und stehen für ein besonderes Lebensgefühl.
Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Idee? "Udo Lindenberg hat eine starke Affinität zur Marke Porsche. Da tauscht man sich oft aus und so entstand auch die Idee der Ausstellung", erklärt Museumschef Achim Stejskal dem mid. Die Ausstellung zeigt laut Porsche "Stationen von Lindenbergs musikalischer Karriere sowie seines gesellschaftlichen Engagements". Auf zwei sogenannten "Zeitsträngen" werden die Entwicklung der Automarke und das Leben Udo Lindenbergs parallel dargestellt.
Deutschlands Kult-Rocker musste nicht lange überredet werden und war auf Anhieb begeistert. "Udo Lindenberg war sehr angetan von der Idee, sein Leben und sein künstlerisches Wirken im Porsche-Museum mit der Geschichte der Sportwagen zusammenzuführen", meint Stejskal. So habe sich Udo Lindenberg 1973 von seiner ersten großen Gage einen Porsche 911 gekauft. Bis heute ist er der Marke treu geblieben. "Udo mag privat den 911er, auf Tour ist er immer gerne im Cayenne unterwegs", verrät der Museumschef. Wer jetzt allerdings meint, Udo Lindenberg lässt sich heute nur noch von seinem Chauffeur durch die Gegend kutschieren, liegt völlig falsch. "Derzeit fährt er einen Panamera S E-Hybrid und einen 911er Turbo selbst."
Vielleicht bekommt Udo Lindenberg sogar einmal ein eigenes "Sondermodell" von den Stuttgartern. VW hat gezeigt, wie das geht: unter anderem mit den Sondermodellen "Bon Jovi" oder "Rolling Stones". Und ein Porsche 911 mit dem Namen "Udo Lindenberg" hätte sicher was, oder? "Überlegungen in dieser Richtung gibt es bislang nicht", sagt Achim Stejskal. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Im Gegenzug könnte der Musiker mit dem berühmten Hut einen Porsche-Song komponieren. Doch auch da gibt sich der Museumschef eher zurückhaltend: "Man sollte dem musikalischen Schaffen des Künstlers freien Lauf lassen. Die Verbundenheit zu Porsche bedarf keiner Bekräftigung durch einen Song."
Vor der offiziellen Eröffnung ließ es sich Udo Lindenberg übrigens nicht nehmen, den Besuchern persönlich sein Schaffen näher zu bringen. Höhepunkt war ein Konzert mitten der Ausstellung umringt von historischen Porsche-Fahrzeugen und dem begeistertem Publikum. Die Sonderausstellung ist bis 12. April im Porsche-Museum Dienstags bis Sonntags von 9 bis 18 Uhr zu sehen. Der Clou: Ein separater Bereich der Ausstellung zeigt Bilder, die zu kaufen sind. Vom Verkaufserlös geht ein Teil an das Kinderhospiz Stuttgart und an die Udo-Lindenberg-Stiftung.
Auch in den kommenden Monaten hat das Museum einige Highlights zu bieten. So werden am Renn-Wochenende von Le Mans am 13. und 14. Juni die Türen 33 Stunden lang für die Besucher und Fans des französischen Langstreckenklassikers geöffnet sein. Das Rennen kann dann live im Rahmen eines Public Viewings über mehrere Bildschirme im und um das Museumsgebäude verfolgt werden.
Danach dürfen sich die Besucher auf die Sonderausstellung "Von Stuttgart in die Welt. Porsche in den 1950er Jahren" freuen, die Ende Juni eröffnet wird und die Anfangsjahre der Marke dokumentiert. Während Rock'n Roll und Petticoat in der Welt Einzug halten, erobern die ersten Porsche-Sportwagen Straße und Rennstrecke. Ende September folgt dann die Sonderausstellung "Der Über-Porsche: 30 Jahre Porsche 959."
Ralf Loweg
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg (vm) am 09.02.2015, 12:16 Uhr veröffentlicht.
