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Hanne Lübbehüsen/SP-X - 8. Februar 2015, 12:48 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Recht: Drogen am Steuer - Führerschein weg nach Passivkiffen

Verkehrspolizisten müssen sich manchmal die aberwitzigsten Ausreden anhören, warum ein Drogentest positiv ausgefallen ist. Nach einem Gerichtsurteil scheint nun eine noch weniger erfolgsversprechend.

Was nach Ausrede klingt, ist jetzt gerichtlich auch als solche abgestempelt worden: Auch wer Cannabis passiv raucht und am Steuer erwischt wird, kann seinen Führerschein verlieren.

Vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen verlangte ein Mann seine Fahrerlaubnis zurück. Sie war ihm nach einem positiven Drogentest bei einer Verkehrskontrolle entzogen worden. Er argumentierte, er konsumiere ab und zu Cannabis, nicht jedoch in der letzten Zeit. Er sei allerdings am Vorabend mit Freunden zusammen gewesen, die alle ausgiebig geraucht hatten. Er vermutete, der Drogentest sei wegen des Passivrauchens positiv ausgefallen.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen glaubte dem Mann nicht, hielt es aber auch für unerheblich, ob er tatsächlich oder passiv geraucht hatte. ,,Denn dem Fahrer kann auch beim passiven Rauchen ein bewusster Konsum unterstellt werden", erklärte Rechtsanwalt Frank Böckhaus von der Deutschen Anwaltshotline.  (Az. 9 L 541/14)

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Hanne Lübbehüsen/SP-X am 08.02.2015, 12:48 Uhr veröffentlicht.