ALLRAD-NEWS

Thomas Schneider (vm) - 3. Februar 2015, 17:18 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Ford Focus RS mit Mustang-Power und Allrad-Antrieb

"RS" steht bei Ford für kompromisslose Sportlichkeit wie beim neuen Focus RS.

"RS" steht bei Ford für kompromisslose Sportlichkeit wie beim neuen Focus RS. Der Kompaktsportler der dritten Generation tritt gegen renommierte Rivalen wie den VW Golf R oder den Audi S 3 nochmals aufgerüstet an. Der Neue erhält einen über 320 PS starken Turbo-Benziner aus dem Mustang und einen Allrad-Antrieb. Denn den haben die Konkurrenten aktuell bereits an Bord.

Den ersten öffentlichen Auftritt hatte der neue Focus RS jetzt in den Hallen der Ford-Werke in Köln Niehl. Rund ein Dutzend Fahrzeuge demonstrierten zur Feier des Tages , wofür das Kürzel "RS" steht: für "Rallye Sport". Ford blickt mittlerweile auf fast 50 Jahre RS-Geschichte zurück, angefangen beim Taunus 15 M RS, der die Sportmodell-Reihe 1967 begründet hat.

Den neuen Focus RS steuerte Drift-König Ken Block auf spektakuläre Art in die Halle. Der aus dem Rallye-Sport bekannte US-Amerikaner hat bei der Entwicklung des neuen RS mitgewirkt, ist er doch der Befürworter der Umstellung auf Allradantrieb, und zwar "in einer sportlichen Auslegung", wie er anmerkt. Hier regeln zwei elektronisch gesteuerte Differenziale an der Hinterachse sowohl die Kraftverteilung zwischen der Vorder- und Hinterachse, als auch die Drehmoment-Balance zwischen den beiden hinteren Rädern (Torque Vectoring). Das soll das Untersteuern in schnell gefahrenen Kurven verhindern und das Handling des neuen RS gegenüber dem frontangetriebenen Vorgänger deutlich verbessern. Wer die Kunststücke von Ken Block erlebt hat, glaubt das sofort.

Das Fahrwerk haben die Ingenieure gegenüber dem Focus ST durch straffere Federraten und größere Stabilisatoren sportlicher ausgelegt. Die überarbeitete elektronische Servolenkung soll im RS nun noch direkter auf die Befehle des Fahrers reagieren.

Befeuert wird die fünftürige Limousine von dem aus dem Mustang bekannten 2,3-Liter-EcoBoost-Turbo-Benziner, der mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert ist. Im Focus wird der Vierzylinder-Motor dank dem größeren Ladeluftkühler und optimierten Turbolader " 235 kW/320 PS" leisten; also 15 PS mehr als der Vorgänger-Motor mit fünf Töpfen. Gleichzeitig soll der Verbrauch sinken. Detaillierte Angaben gibt Ford erst zur offiziellen Premiere auf dem Genfer Automobilsalon bekannt.

Auch die neue Front ist durch die tiefer nach unten gezogene Frontschürze und dem nochmals vergrößerten sechseckigen Kühlergrill mit Renngitter-Einlage sowie zusätzlichen Lufteinlässe gekenntzeichnet. In der Seitenansicht fallen die breiten Schweller-Verkleidungen und die speziellen 19-Zoll-"RS"-Alufelgen ins Auge. Und das Heck weist einen Diffuser zum besseren Ableiten des Fahrtwindes auf, in den zwei Auspuff-Endrohre integriert sind. Auch der große feststehende Dachspoiler des RS macht auf sich aufmerksam.

Im Innenraum nimmt der Fahrer in Teilleder-Sportsitzen von Recaro Platz, optional stehen auch Schalensitze zur Wahl. Serienmäßig an Bord ist die neueste Version des des Sync2-Infotainment-Systems mit Acht-Zoll-Touchscreen. "Wir wollen dem Kunden ein aufregendes Produkt bieten, und das zu einem erschwinglichen Preis", sagt Ford-Europa-Chef Jim Farley. Doch ein Preis wird nicht genannt. Der Vorgänger startete bei 33 900 Euro.

Thomas Schneider

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Thomas Schneider (vm) am 03.02.2015, 17:18 Uhr veröffentlicht.