Dirk Schwarz/SP-X - 22. Januar 2015, 13:01 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Leser fragen - Experten antworten: - Was tun gegen Wasser im Scheinwerfer?
Nicht nur bei älteren Autos sammelt sich gerne Wasser im Scheinwerfergehäuse. Autofahrer sollten das Problem im Blick halten.
Antwort von Hans-Georg Marmit, Kraftfahrzeugexperte der Sachverständigenorganisation KÜS: Kleine Mengen Wasser, die sich nach starkem Regen oder dem Besuch in der Waschstraße im Auto sammeln, sind kein Grund zur Sorge. Weil seit rund 30 Jahren alle Scheinwerfergehäuse mit einem Belüftungssystem versehen sind, erledigt sich das Problem schnell von selbst. Verdunstet das Wasser aber nicht schnell und vollständig von selbst - spätestens beim Betrieb oder wenn die Luftfeuchtigkeit außen sinkt, muss man nachhelfen. Ansonsten können die winzigen Tröpfchen die Lichtverteilung des Scheinwerfers beeinträchtigen und im Extremfall für eine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer sorgen.
Um das Wasser zu entfernen, muss das Scheinwerfergehäuse ausgebaut, entleert und getrocknet werden. Bewährt hat es sich dabei, sogenannte Silica-Pads in das Gehäuse zu legen. Die kleinen Beutel kennt man unter anderem aus Verpackungen von Elektroartikeln, wo sie eindringende Feuchtigkeit binden sollen. Sie sind für wenige Euro über das Internet in Großpackungen zu bekommen. Zudem bietet es sich an, die ausgebauten Gehäuse direkt auf Risse oder undichte Gummis zu untersuchen. Gegebenenfalls muss man sich Ersatz besorgen.
Am besten ist es aber, dem Eindringen von Wasser vorzubeugen. Bei der Autowäsche empfiehlt sich vor allem Vorsicht mit dem Hochdruckreiniger. Seine Düse sollte mindestens 30 Zentimeter vom Auto entfernt bleiben, allein schon um die Dichtungsgummis nicht zu beschädigen. Obacht ist auch beim Leuchtmittelwechsel geboten. Nach dem Einbau der neuen Leuchten muss das Gehäuse sorgfältig wieder richtig verschlossen werden.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Dirk Schwarz/SP-X am 22.01.2015, 13:01 Uhr veröffentlicht.
