ALLRAD-NEWS

Patrick Broich/SP-X - 21. Januar 2015, 15:36 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Peugeot 308 GT - Französischer GTI-Jäger

Schick verpackt schickt Peugeot die sportlichen Topmodelle der 308-Baureihe auf die Straßen. Die heißen GT und wollen nicht nur im Namen dem Wolfsburger Sportler nah kommen.

Die Verantwortlichen des Peugeot 308 GT würden sich freuen, potentielle Käufer des VW Golf GTI von ihrem Produkt überzeugen zu können. Zwar kostet die 151 kW/205 PS starke Limousine mit 29.950 Euro 1.275 Euro mehr in der Anschaffung als der Wolfsburger Wettbewerber, es ist aber mit LED-Vollscheinwerfern, Navigationssystem, schlüssellosem Schließsystem und Tempomat mit Optionen ausgestattet, die beim Golf zusätzlich zu zahlen sind.

Zudem ist der Franzose mit einem kombinierten Verbrauch von 5,6 Litern je 100 km (130 g CO2/km) etwas sparsamer als sein Wettbewerber von Volkswagen (6 Liter). Dafür gibt es für den Benziner keine Automatik. Wer das Schalten in Fremdarbeit erledigen lassen möchte, muss bei Peugeot zum Diesel greifen. Als GT HDI beherbergt der Kompakte den aus der Reihe 508 bekannten Zweiliter mit 133 kW/180 PS (ab 32.000 Euro).

Speziell designte Felgen sowie eine zweiflutige Auspuffanlage stimmen die Interessenten optisch auf den GT ein. Der kauert außerdem zehn Millimeter tiefer auf der Straße und soll sportlicher abgestimmt sein. Doch so hart, dass man weite Reisen nur unter massiven Komforteinbußen unternehmen könnte, ist er nicht. Er bügelt welligen Fahrbahnbelag gewissenhaft glatt - die Passagiere sind zufrieden. Zufrieden darf auch der Fahrer sein, wenn es auf die kurvige Landstraße geht.

Im Sport-Modus gibt es nämlich nicht nur Features wie Ladedruckanzeige, Powermeter oder eine zornig-rote Instrumentenbeleuchtung. Auch das Fahrverhalten ändert sich: Eine direkte Lenk-Kennline unterstützt dabei, den Franzosen behände um die Ecken zu werfen - wer es zu weit treibt, erlebt ein feinfühlig agierendes ESP. Die vom Werk angegebenen 7,5 Sekunden für den Standard-Sprint (Benziner) klingen plausibel. Der 1,6-Liter treibt den 1,4-Tonner eher sanft als brutal, aber doch mit merklichem Druck nach vorn.

Der HDI geht unter Ausnutzung des Drehzahlbandes ein bisschen gemächlicher zu Werke und soll die 100 km/h-Marke etwa eine Sekunde später erreichen. Dafür surft man hier bei niedrigen Touren auf der 400 Nm großen Drehmomentwelle - die Wandlerautomatik kann meist im großen Gang verweilen.

In den Disziplinen Bedienung und Raum unterscheiden sich die GT-Modelle nicht von den Basisvarianten. Statt vieler Knöpfchen gibt es einen großen Touchscreen mit ausladendem Menü - da muss man durch. Immerhin lässt sich das System intuitiv erlernen.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Patrick Broich/SP-X am 21.01.2015, 15:36 Uhr veröffentlicht.