Adele Moser/SP-X - 5. Januar 2015, 16:38 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Schaeffler-Konzeptfahrzeug - Die Spannung sinkt
Hybridautos sind sparsam, aber teuer. Damit dieser Antrieb kein Nischenprodukt bleibt, muss die Technik günstiger werden. Ein Zulieferer will das nun erreichen, indem er die Spannung drosselt.
Das Konzeptfahrzeug basiert auf dem Ford Kuga. Durch die milde Hybridisierung mit 48 Volt werden laut Schaeffler bereits jetzt Vorgaben erreicht, wie sie erst in zehn Jahren gelten werden. Auch die sogenannten amerikanischen CAFE-Standards für das Jahr 2025 werden erfüllt. CAFE steht für Corporate Average Fuel Economy und beschreibt die gesetzlichen Flottenverbrauchsvorschiften.
Neben der milden Hybridisierung kommen im Konzeptfahrzeug weitere Technologien zum Einsatz, unter anderem eine Allrad-Trennkupplung sowie Maßnahmen zur Dämpfung und Reibungsoptimierung im Antriebsstrang.
Schaeffler arbeitet schon seit längerer Zeit an der Hybrid-Antriebstechnik. Vor wenigen Monaten zeigte der Zulieferer in Kooperation mit dem Reifenhersteller Continental am Beispiel eines 92 kW/125 PS starken Ford Focus mit 1,0-Ecoboost-Benziner, wie man schon heute mittels eines milden Hybridstranges bis zu 17 Prozent Kraftstoff einsparen kann.
Die Kostenbremse setzt das 48-Volt-Hybridantrieb auch an anderer Stelle an: Konventionelle Hybride benötigen bis zu 400 Volt Spannung. Um beispielsweise bei Rettungsmaßnahmen Ersthelfer nicht mit einem lebensgefährlichen Stromstoß zu gefährden, ist eine teure und aufwendige Schutzvorrichtung nötig. Kfz-Mechaniker brauchen für die Wartung solcher Fahrzeuge zudem eine spezielle Ausbildung. Beides wird bei Autos mit 48-Volt-Netz nicht benötigt.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Adele Moser/SP-X am 05.01.2015, 16:38 Uhr veröffentlicht.
