ALLRAD-NEWS

Holger Holzer/SP-X - 16. Dezember 2014, 10:56 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Suzuki Vitara - Schrumpfkur mit Stil

Kleine SUV liegen im Trend. Auch Suzuki nimmt nun einen Lifestyle-Crossover ins Programm. Und reanimiert dabei einen bekannten Namen. Das könnte zu Verwechslungen führen.

Suzuki stellt dem SX-4 S-Cross einen schicken kleinen Bruder zur Seite. Der Vitara nutzt die gleiche Technik wie das Kompakt-SUV, ist aber mehr als eine Handbreit kürzer - und vor allem hübscher. Der Wettbewerber für Nissan Juke, Renault Captur und Kia Soul startet im März zu Preisen unterhalb von 20.000 Euro. Der Kunde hat die Wahl zwischen einem 88 kW/120 PS starken 1,6-Liter-Benziner und einem gleich starken 1,6-Liter-Diesel.

Mit dem Vitara der 1990er-Jahre und dem bis heute angebotenen Grand Vitara hat der Neue nur noch die Bezeichnung gemein. Waren die Namensvettern vor allem wegen ihrer Geländegängigkeit beliebt, aber für mäßige Onroad-Eigenschaften bekannt, macht es das neue Modell exakt umgekehrt. Zwar gibt es auf Wunsch einen Allradantrieb, der arbeitet dann aber nicht mehr permanent, sondern schaltet sich nur noch bei Bedarf oder auf Knopfdruck zu. Dabei fungiert er nicht nur als Traktionsplus beim Freifahren aus Matsch und Schnee, sondern auch als Fahrdynamik-Hilfe - zumindest, wenn der Fahrer über ein Rädchen in der Mittelkonsole den ,,Sport"-Modus anwählt. Neben einer veränderten Allrad-Steuerung führt das auch zu einem schärferen Ansprechen des Gaspedals.

Aber nicht nur beim Antriebskonzept geht der Vitara eigene Wege. Mit rund 4,18 Metern ist er kürzer als der Grand Vitara, vom technisch verwandten SX-4 S-Cross trennen ihn knapp 12 Zentimeter. Auch beim Kofferraumvolumen (375 Liter) siedelt er unterhalb des anderen SUVs im Markenangebot an. Trotzdem wirkt er wie das hochwertigere Auto: Das Design ist zumindest für Suzuki-Verhältnisse durchaus schick, mit leichten Anleihen am Range Rover Evoque. Wie der edle Brite und auch die bürgerlichere Konkurrenz lässt sich auch der Vitara über die Ausstattungsliste an den eigenen Geschmack anpassen. Unter anderem gibt es eine Zweifarblackierung, verschiedene Farben für den Kühlergrill und spezielle Zierteile für außen und innen. Im Cockpit findet sich zwar weiterhin viel Hartplastik, allerdings als Hingucker auch ein modernes Infotainment-System mit Navigation, Handy-Einbindung und hochauflösender Grafik. Gegen Aufpreis ist zudem ein radarbasierter Notbremsassistent zu haben.

Für den Antrieb stehen zwei aus dem SX-4 S-Cross bekannte 1,6-Liter-Motoren zur Wahl. Sowohl der Diesel als auch der Benziner leisten 88 kW/120 PS und haben relativ leichtes Spiel mit dem selbst in der Allradversion höchstens knapp 1.300 Kilogramm schweren Vitara. Beide Motoren sind sowohl mit 2WD- als auch mit 4WD-Antrieb kombinierbar, für die Kraftübertragung sorgt serienmäßig ein manuelles Getriebe - beim Benziner mit fünf, beim Diesel mit sechs Gängen. Gegen Aufpreis ist für den Benziner zudem eine Sechsgangautomatik zu haben. Angaben zum Verbrauch und genaue Preise macht der Hersteller erst kurz vor Marktstart im März 2015.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Holger Holzer/SP-X am 16.12.2014, 10:56 Uhr veröffentlicht.