Holger Holzer/SP-X - 2. Dezember 2014, 11:56 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Fortschrittsbericht zur E-Mobilität - Die Million wird schwer
Noch kann das Ziel von einer Million E-Autos bis 2020 erreicht werden. Allerdings nur mit großen Anstrengungen. Denn bislang läuft die Entwicklung der E-Mobilität deutlich schleppender als geplant.
Um diese Zahl zu verdoppeln bedarf es nach Ansicht der Vertreter aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Gewerkschaften eines umfassenden Maßnahmenpakets. Dabei geht es auch um finanzielle Anreizprogramme, vor allem um Sonderabschreibungen für gewerbliche Nutzer. Die würden den Staat zunächst rund 200 Millionen Euro im Jahr kosten. Außerdem schlägt die NPE vor, Forschung und Entwicklung künftig stärker zu fördern. Angesetzt werden hierfür 360 Millionen Euro pro Jahr. Darüber hinaus müsse das kürzlich beschlossene Gesetzespaket zur Förderung der Elektromobilität zügig umgesetzt werden; es sieht unter anderem für Kommunen die Möglichkeit vor, E-Autos bestimmte nicht-monetäre Vorteile einzuräumen.
Bislang hinkt die Marktentwicklung hinter den ursprünglichen Planungen hinterher. Statt der avisierten 100.000 Fahrzeuge gibt es lediglich 24.000. Die für 2017 gesetzte Marke von 500.000 Autos dürfte somit ähnlich schwer zu erreichen sein wie die Million im Jahr 2020. Auch bei der Infrastrukturentwicklung liegt Deutschland mit 4.800 Ladesäulen laut dem Bericht weltweit gesehen nur im Mittelfeld. Ein positives Urteil gibt das Gremium hingegen bei der Zahl der verfügbaren E-Autos allein der deutschen Hersteller ab. Derzeit seien 17 Modelle im Angebot, zwölf weitere kämen 2015 dazu. Eingerechnet werden dabei neben rein batterieelektrischen Pkw auch Autos mit Plug-in-Hybridantrieb.
Die Angebote der Importeure auf dem deutschen Markt, ebenfalls 17 Modelle, werden im Marktbericht nicht erwähnt. Allerdings werden sie in den Zulassungen mitgezählt.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Holger Holzer/SP-X am 02.12.2014, 11:56 Uhr veröffentlicht.
