Hanne Lübbehüsen/SP-X - 27. November 2014, 11:49 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Markttransparenzstelle für Kraftstoffe - Pro Liter sparen
Wer Preise vergleicht, spart. Dank Spritpreis-Apps geht das beim Tanken ziemlich einfach. Wer auch dafür noch zu faul ist, sollte lesen, wie viel Geld man wirklich sparen kann.
Eine Aussage, inwieweit die MTS-K den Wettbewerb zwischen den Tankstellen belebt hat und langfristig die Preise senkt, hält die Behörde zwar für verfrüht, dafür gibt sie in ihrer Analyse Einblicke in die Preisgestaltung der 14.500 Tankstellen, die ihre Daten weitergeben müssen.
So ergeben die Preisdaten zum Beispiel das oben genannte, maximale Sparpotenzial von 15 bis 20 Cent pro Liter Superbenzin. Voraussetzung dafür ist, dass der Autofahrer die günstigste Tankstelle zu einem bestimmten Tageszeitpunkt ermittelt und gegebenenfalls einen gewissen Umweg zurückgelegt hat, um sie anzufahren. Aber auch wenn der Autofahrer zum günstigsten Tageszeitpunkt eine beliebige Tankstelle ansteuert, kann er im Schnitt immerhin noch bis zu sieben bis zehn Cent pro Liter sparen. Bei einem komplett leergefahrenen VW Golf mit 50 Litern Tankinhalt sind das immerhin fünf Euro.
Die Daten bestätigen auch, dass spätnachmittags und abends die beste Zeit zum Tanken ist. Am besten nach 18 Uhr, allerdings vor 20 Uhr, denn ab dann steigen die Preise bei vielen Tankstellen signifikant an. An einigen sind allerdings günstige Preise bis etwa 23 Uhr zu beobachten.
Täglich gibt es durchschnittlich eine Preiserhöhung pro Tankstelle, je nach Stadt liegt sie im Schnitt zwischen etwa sieben und acht Cent pro Liter Superbenzin. Die drei bis vier Preissenkungen pro Tag liegen jeweils zwischen etwa zwei und drei Cent.
Einen engen zeitlichen Zusammenhang der Preiserhöhungen bei den führenden Anbietern haben die Analysten zudem erkannt: Zwischen 20 und 21 Uhr führen Aral und Shell vermehrt Preiserhöhungen durch, ab 21 Uhr folgen sehr häufig Esso und Total, ab 23 Uhr erhöht Jet vermehrt die Preise.
Ausgewertet wurden E5-Preisdaten für die Städte Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Leipzig und Dresden. Weitere Analysen sollen folgen. Seit dem 1. Dezember 2013 ist die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe offiziell in Betrieb. Tankstellenbetreiber sind verpflichtet, Preisänderungen bei den gängigen Kraftstoffsorten Super E5, Super E10 und Diesel an sie in Echtzeit zu melden. Sie gibt die Daten an Verbraucher-Informationsdienste weiter. Aktuell hat die Behörde mehr als 120 derartige Webseiten und Apps zugelassen. In der Regel ist deren Angebot kostenfrei.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Hanne Lübbehüsen/SP-X am 27.11.2014, 11:49 Uhr veröffentlicht.
