Hanne Lübbehüsen/SP-X - 26. November 2014, 12:20 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Elektroauto auf der Straße laden - Laternen zum anzapfen
Kommt das Laden an der Straßenlaterne? In Berlin werden im Auftrag des Landes bereits 100 Lichtmasten umgerüstet.
13 Laternen sind schon umgerüstet, zum Beispiel in der Altonaer Straße in der Nähe der Siegessäule, künftig kann man aber auch am Lichtmast vor dem Verkehrsministerium laden. Weniger als 500 Euro pro Laterne werden dafür laut Ubitricity fällig, statt mehreren Tausend für eine konventionelle Ladesäule.
Die Schwierigkeit dabei ist die Frage der Abrechnung - wie wird der abgezapfte Strom gezählt und dem Tankenden in Rechnung gestellt? Konventionelle Ladesäulen haben dazu Zähl- und Online-Kommunikationstechnik integriert, bei der Straßenlaterne muss man sie mitbringen. Dafür hat Ubitricity ein ,,intelligentes Kabel" entwickelt, eine Art Kreuzung aus intelligentem Stromzähler und Smartphone.
Stöpselt der Kunde das Kabel in die Laternensteckdose, erkennt sie den Nutzer als autorisiert und lässt Strom zum Auto fließen. Das Kabel übermittelt die Messdaten via Mobilfunk, der Kunde rechnet dann mit seinem eigenen Stromversorger ab. Während des Ladens ist die Steckdose verriegelt, so dass Laternenparker ihr Elektroauto auch unbewacht über Nacht laden lassen können.
Weniger als 200 Euro soll das intelligente Kabel in der Serienproduktion kosten. Mitte nächsten Jahres wollen die Berliner damit offiziell auf den Markt kommen. Testnutzer - die übrigens weiterhin gesucht werden - sind bereits in Berlin unterwegs und probieren die installierten neuen Säulen aus.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Hanne Lübbehüsen/SP-X am 26.11.2014, 12:20 Uhr veröffentlicht.
