Dirk Schwarz/SP-X - 20. November 2014, 14:12 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Leser fragen - Experten antworten - Lieber Diesel oder Benziner?
Beim Kauf eines neuen Autos stellt sich ganz am Anfang unter anderem die Frage nach dem Antrieb - Benziner oder Diesel? Dafür gibt es eine klare Faustregel.
Antwort von Jürgen Gerhardt Technik-Experte des Automobilzulieferers Bosch: Die Entscheidung, ein Auto mit Diesel- oder Benzinmotor zu fahren, sollte man von verschiedenen Faktoren abhängig machen. Einer davon ist - ganz richtig - die Größe des Fahrzeugs, das man ins Auge gefasst hat. Â
Heutige Dieselmotoren sind gleichermaßen drehmomentstark und verbrauchsarm. Die aufgerüstete Technik hat aber ihren Preis: Benziner sind bei vergleichbaren Modellen günstiger in der Anschaffung und oft auch bei Versicherung und Instandhaltung. Mit bis zu 25 Prozent geringerem Spritverbrauch und einem günstigeren Kraftstoff-Preis an der Tankstelle kann der Selbstzünder die Mehrkosten in der Anschaffung aber wieder herausholen.
Dabei gilt die Faustregel: Je kleiner das Fahrzeug und je weniger gefahrene Kilometer desto eher ist ein Benziner die richtige Wahl. Wir sehen bei 15.000 Kilometern Jahreslaufleistung die Grenze. Fährt man weniger, empfiehlt sich eher der Benziner. Damit kommt es auch darauf an, wofür das Fahrzeug typischerweuse genutzt wird: Der Ottomotor lässt sich gut auf Kurzstrecken und Stadtfahrten einsetzen, der Diesel hat seine Stärke eher auf längeren Strecken.
Auch die Größe des Fahrzeugs sollte man bei der Entscheidung berücksichtigen: Bei großen und schweren Fahrzeugen, wie einem SUV, lohnt sich eher der Selbstzünder, bei Sport- oder Kleinwagen empfiehlt sich eher ein Benzinmotor. Die Deutschen kaufen beide Antriebsarten etwa gleich stark: 51 Prozent der 2013 in Deutschland zugelassenen Neuwagen tanken Benzin, 47,5 Prozent Diesel. Die fehlenden 1,5 Prozent entfallen auf alternative Antriebe.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Dirk Schwarz/SP-X am 20.11.2014, 14:12 Uhr veröffentlicht.
