Holger Holzer/SP-X - 20. November 2014, 11:51 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Brennstoffzelle bei Audi und VW - Fingerübung beim Warten aufs Wasserstoffzeitalter
Wenn der größte Konkurrent mit einer neuen Antriebstechnik für Aufsehen sorgt, mag der Volkswagen-Konzern nicht ganz im Schatten stehen. Auf der LA Auto Show zeigen VW und Audi nun zwei Brennstoffzellenautos. Anders als bei Toyota allerdings sind sie noch nicht serienreif.
Probeweise hat VW die Brennstoffzelle schon in mehreren Generationen von Fahrzeugen montiert. Bei der Studie Golf Variant Hymotion ist sie nun erstmals mit der neuen Baukasten-Technologie kombiniert, auf der künftig nahezu alle Modelle der Wolfsburger basieren werden. Gezeigt werden soll mit dem Konzeptfahrzeug daher vor allem eines: Wir könnten, wenn wir wollten. Und dann nicht nur bei einem Auto wie aktuell Toyota; der Hauptkonkurrent um den Spitzenplatz auf dem Weltmarkt hat an gleicher Stelle mit der Limousine Mirai bereits ein serienreifes Brennstoffzellenauto präsentiert, das 2015 auch in Europa auf den Markt kommt.
Audi dreht die Technik-Schraube noch etwas weiter und kombiniert die Brennstoffzelle im A7 Sportback H-Tron Quattro mit Allradantrieb und Plug-in-Hybridtechnik. Neben der Wasserstoffzelle kommt dabei ein an der Steckdose aufladbarer Lithium-Ionen-Akku zum Einsatz.
Bislang sind beide Modelle aber eher Fingerübungen. Eine Serienumsetzung wird es erst geben, wenn Markt und Infrastruktur es rechtfertigen, so Audi-Technikvorstand Ulrich Hackenberg. Für die Schwestermarke gilt ähnliches. Solange es weder ein einigermaßen dichtes Tankstellennetz gibt noch die Brennstoffzelle zu marktgängigen Preisen verfügbar sind, wird der norddeutsche Konzern auf konventionelle E-Autos und Plug-in-Modelle setzen. Vor 2020 dürfte wohl kaum ein Audi oder VW serienmäßig mit Brennstoffzelle gebaut werden.
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