Adele Moser/SP-X - 18. November 2014, 12:33 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Ratgeber: Medikamente im Straßenverkehr - Vorsicht Nebenwirkung!
Wer auch bei einer schweren Erkältung nicht auf das Auto verzichten kann, greift häufig zu Tabletten. Dass diese die Verkehrstüchtigkeit einschränken können, wird oft unterschätzt. Im schlimmsten Fall können Medikamente hinterm Steuer sogar den Führerschein kosten.
Als besonders gefährlich gelten etwa Schlafmittel. Psychopharmaka, Beruhigungs- und Schmerzmittel sind ebenfalls als bedenklich eingestuft. Es gibt aber auch rezeptfreie Medikamente, die die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr beeinflussen.
Vorsicht ist vor allem bei Hustensaft geboten, enthalten doch viele Präparate Alkohol. Zwar gibt es mittlerweile zahlreiche Produkte, die ohne diese Beigabe auskommen. Es sind aber weiterhin auch Säfte zu bekommen, bei denen irgendwo in den langen Texten des Beipackzettels der Hinweis auf das eine oder andere Prozent Alkohol zu finden ist. Nun wird niemand so viel Hustensaft nehmen, dass er davon ins Lallen kommt. Aber es geht nicht um die reine Menge des Alkohols. Abgesehen davon, dass Erkältungsmittel oft auch müde machen, ist da noch das Thema Wechselwirkung. So besagt der schon erwähnte Beipackzettel auch, dass dieses Arzneimittel auf keinen Fall in Kombination mit Alkohol eingenommen werden soll, weil das die Wirkung beeinflussen kann.
Aber selbst einzeln harmlose Mittel können in ungünstiger Kombination die Sinne benebeln. Die Wechselwirkungen von Nasentropfen, Kopfschmerztabletten und Grippemitteln sind selbst von Experten schwer einschätzbar - vor allem nicht, wenn der Organismus sowieso schon geschwächt ist.
Wer sich über die Wirkung der eingenommenen Arzneien nicht sicher ist, sollte im Zweifelsfall lieber auf das Auto verzichten. Denn wer unter Medikamenteneinfluss mit unsicherer Fahrweise auffällt oder gar einen Unfall baut, muss mit den gleichen Strafen rechnen wie jemand, der mit Drogen am Steuer erwischt wird. Die mögliche Spanne reicht von Punkten in Flensburg und Fahrverbot bis zu Führerscheinentzug und Medizinisch-Psychologischer Untersuchung. Zudem kann der Versicherungsschutz verloren gehen.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Adele Moser/SP-X am 18.11.2014, 12:33 Uhr veröffentlicht.
