Thomas Schneider (vm) - 13. November 2014, 15:30 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Mini-Kreisverkehre mit Verbesserungspotenzial
Kreisverkehre steigern vielerorts die Verkehrssicherheit und verbessern den Verkehrsfluss.
Das Ergebnis: Eine ungünstige Gestaltung von Kreisinseln und uneinheitliche Verkehrsinseln, die die Fahrbahn teilen, können zu Problemen führen. Denn dadurch missachten Autofahrer häufiger die Vorfahrtregelung oder übersehen bevorrechtigte Fahrzeuge auf der Kreisfahrbahn. Das zeigt sich insbesondere bei Regen und Nässe. Dann kommt es zu einer Häufung von Unfällen mit motorisierten und nicht motorisierten Zweiradfahrern, die von Autofahrern zu spät wahrgenommen oder ganz übersehen werden.
Bei der Analyse der zehn unfallträchtigsten Minikreisverkehre, an denen etwa 40 Prozent aller Unfälle geschehen sind, zeigt sich, dass jeder zweite Unfall bei Nässe passiert und an etwa jedem dritten Unfall Radfahrer beteiligt waren. Zudem ist eine deutliche Beeinflussung der in der Zufahrt wartenden Verkehrsteilnehmer durch die am selben Knotenarm ausfahrenden Fahrzeuge erkennbar.
Generell weisen Minikreisverkehre mit vier Ein- und Ausfahrten ein höheres Unfallgeschehen auf als dreiarmige. Vor allem auf Hauptverkehrsstraßen und in Ortsdurchfahrten zeigt sich, dass den Einsatzkriterien wie der Einhaltung der Kapazitätsgrenzen sowie der nötigen Erkennbarkeit durch einheitliche Entwurfselemente vielfach zu wenig Beachtung geschenkt wird. Unterschätzt wurde etwa, dass bevorrechtigte Fußgänger die Kapazität erheblich mindern.
Konkret empfiehlt die BASt, bei der Errichtung einer solchen Anlage die erforderlichen Sichtfelder immer einzuhalten und die Erkennbarkeit durch Hinweisschilder zu steigern, die die Vorfahrtregelung betonen. Dazu beitragen kann auch die Auswahl eines einfach unterscheidbaren Oberflächenbelages.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Thomas Schneider (vm) am 13.11.2014, 15:30 Uhr veröffentlicht.
