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Ralf Loweg (vm) - 13. November 2014, 12:46 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Defekte Airbags: Honda weitet Rückruf aus

Bei Autobauer Honda ist dicke Luft: Wegen defekter Airbags des Lieferanten Takata müssen die Japaner weltweit weitere 170 000 Autos in die Werkstätten zurückrufen.

Bei Autobauer Honda ist dicke Luft: Wegen defekter Airbags des Lieferanten Takata müssen die Japaner weltweit weitere 170 000 Autos in die Werkstätten zurückrufen. In Europa sind 30 772 Fahrzeuge betroffen. Der Konzern konnte noch nicht sagen, welche Modelle und wie viele Autos genau in Deutschland betroffen sind. Die Probleme sind in der Tat gravierend: Die Airbags können wegen mangelhafter Verarbeitung platzen und durch brandheiße Metallteile die Fahrzeuginsassen verletzen. Nach Angaben von Honda war eine Fahrerin in Malaysia wegen dieses Problems ums Leben gekommen. Das ist laut Spiegel-Online der erste tödliche Unfall außerhalb der Vereinigten Staaten, der mit diesem Problem in Verbindung gebracht wird.

Betroffen von dem Rückruf sind fünf Fahrzeugmodelle, darunter Autos wie der Fit (in Deutschland: Jazz) und Civic. Durch den tödlichen Unfall und den nun ausgeweiteten Rückruf dürfte das Vertrauen in Takata weiter sinken: Das Unternehmen steht sogar unter Vertuschungsverdacht. So soll der japanische Zulieferer bereits 2004 von den Airbag-Problemen gewusst haben, die ersten Rückrufe wurden aber erst 2008 gestartet. Takata gilt als der weltweit zweitgrößte Hersteller von Airbags und Sicherheitsgurten.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg (vm) am 13.11.2014, 12:46 Uhr veröffentlicht.