Ralf Loweg (vm) - 13. November 2014, 11:16 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Deutschland "Schlussland" bei der E-Mobilität
Wäre das Geschäft mit den Elektroautos ein Fußballspiel, dann müsste Deutschland absteigen.
Und deshalb will die Bundesregierung jetzt gegensteuern und den Kauf von Elektro-Autos mit weiteren Steuererleichterungen für Unternehmen anschieben. Ferdinand Dudenhöffer begrüßt diese Pläne. Dann würden die E-Autos für Betriebe nur noch die Hälfte kosten, meint er. Dafür würde der Staat nach seiner Berechnung auf Steuereinnahmen von gut 200 Millionen Euro pro Jahr verzichten. Der Leiter des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen geht bei seiner Rechnung von einem Preis von 30 000 Euro pro E-Auto bei einem Absatz von 30 000 Elektrofahrzeugen im Jahr aus.
Ferdinand Dudenhöffer sieht die vom Wirtschaftsministerium angedachte Maßnahme als attraktiven Anreiz für Betreiber von Carsharing-Projekten und Autovermieter. Sie überließen ihre Fahrzeuge häufig Kunden für Kurzstreckenfahrten, für die sich E-Autos besonders gut eigneten. Der Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft geht davon aus, dass die Vorteile der steuerlichen Abschreibung auch für Leasing-Fahrzeuge gelten werden. Die Verträge würden demnach statt wie bisher üblich über drei Jahre in Zukunft über zwei Jahre abgeschlossen - mit dann allerdings höheren monatlichen Beiträgen. Nach zwei Jahren kämen die abgeschriebenen Fahrzeuge als Gebrauchte auf den Markt. Dann könnten sich auch Privatleute deutlich günstiger als bisher ein E-Auto kaufen. Egal wie: Der Weg ins E-Zeitalter ist ein steiniger.
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