Michael Kirchberger/SP-X - 11. November 2014, 10:25 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Fahrzeug-Konnektivität - Ohne Netz unverkäuflich
Europas größter Fahrzeughersteller will seine Fahrzeuge künftig besser vernetzen. Das könnte für mehr Sicherheit und Komfort auf unseren Straßen sorgen. Es gibt aber auch Features, die eindeutig ferneren Märkten geschuldet sind.
Kontrollieren ließe sich auch die Fahrgeschwindigkeit des ausgeliehenen Wagens per Internet. Dieser Wunsch sei vor allem aus den Vereinigten Staaten zu hören, wo Eltern ihren Kindern untersagen, ein bestimmtes Tempo zu überschreiten. Ein virtueller gezogener ,,Zaun" meldet dem Fahrzeugbesitzer zudem, wenn das Automobil dessen Grenzen überfährt. Dies soll Diebstahl vorbeugen.
Zudem ist ein lernfähiges Navigationssystem in Vorbereitung, das sich Routinerouten, die an bestimmten Tagen zurückgelegt werden, merken kann und als Ziel termingerecht erneut anbietet. Also etwa montags zum Stammtisch, mittwochs ins Fitnessstudio und samstags zum Bauernmarkt. Da sich ein Fahrer diese Routinerouten jedoch eigentlich leicht selber merken kann und Navigationshinweise eher überflüssig sind, gewinnt der clevere Pfadfinder erst durch Vernetzung an Charme. Er gleicht die Strecken mit der aktuellen Verkehrslage ab, findet freie Parkplätze am Ziel und kann über Internetinformationen letztlich sogar Wetterinformationen sinnvoll in die Wegweisung einbeziehen.
VW rechnet damit, dass die Notruffunktion in Fahrzeugen von 2017 an für die Hersteller verbindlich eingeführt wird. Auch diese Technik ist sinnvollerweise mit der Konnektivität verbunden. Eher für den Fernen Osten wurde dagegen die Media App entwickelt. Mit ihrer Hilfe lassen sich per iPad oder Smartphone alle Funktionen des Infotainmentsystems von der Rückbank aus kontrollieren. Für wohlhabende Chinesen, die sich bevorzugt als Passagier im Fond chauffieren lassen, eine gewiss erstrebenswerte Ausstattung.
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