Hanne Lübbehüsen/SP-X - 10. November 2014, 17:14 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Opel-Werk in Bochum - Tschüss, Traditionsstandort
Pünktlich zum 100-jährigen Opel-Jubiläum liefen in Bochum die ersten Kadett vom Band. Mehr als 50 Jahre später stehen die Linien nun bald still.
Die vom Strukturwandel getroffene Bergbau-Stadt Bochum hatte sich mit Förderungen Anfang der 1960er Jahre um den Produktionsbetrieb bemüht. Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Dannenbaum in Bochum-Laer standen rund 678.000 Quadratmeter für das Werk I zur Verfügung, zusammen mit dem Areal des Werk II in Bochum-Langendreer war es damals die größte Industriebaustelle Europas.
Am 10. Oktober 1962 liefen pünktlich zum 100-jährigen Opel-Jubiläum die ersten Kadett vom Band. Die Baureihe sollte den erfolgreichen VW Käfer vom Thron stoßen. Für sie war das neue Werk errichtet worden, da die Rüsselsheimer Kapazitäten durch die Bestseller Rekord und Kapitän längst erschöpft waren. Schon 1966 feierte man in Bochum ein Produktionsjubiläum: der einmillionste Kadett verließ die Werkshallen.
Seit April 1964 wird bei Opel in Bochum auch ausgebildet. Mit einem Teile- und Zubehörlager eröffnete 1965 ein drittes Werk in der Ruhrmetropole. Rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigte Opel in Hochzeiten in Bochum, auch Astra und Zafira liefen hier vom Band. Die zuletzt verbliebene Getriebe-Produktion im Werk II endete bereits im vergangenen Jahr. Erhalten bleibt das Warenverteilzentrum (Werk III) in Langendreer. Von hier werden rund 3.700 Opel-Händler mit Teilen beliefert.
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