ALLRAD-NEWS

Ralf Loweg (vm) - 5. November 2014, 13:09 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Die Post geht ab: Rennfahrer im Eiskanal

Für Rennfahrer gibt es immer nur Vollgas.

Für Rennfahrer gibt es immer nur Vollgas. Was aber machen sie in der Winterpause, wenn die PS-Boliden für einige Wochen in der Garage stehen? Dann setzen sie sich halt in einen Bob und rasen durch den Eiskanal. Dieses Erlebnis hatten jetzt die sechs Förderpiloten der Speed Academy der Deutschen Post. Und bei diesem Geschwindigkeits-Spektakel am Königssee ging in der Tat die Post ab.

Im Rahmen eines Workshops hatten die jungen Talente die Gelegenheit, echte Wintersport-Luft zu schnuppern. Unter der Anleitung erfahrener Profi-Wintersportler wie Viererbob-Weltmeister Manuel Machata erkundeten die Rennfahrer völliges Neuland. Vom Anschieben bis zum Abbremsen lernten sie sämtliche Abläufe des Bobsports kennen. Bei den Trainings der deutschen Bob-Nationalmannschaft konnten sie den Profis über die Schulter schauen und hilfreiche Eindrücke gewinnen. "Ich habe die Jungs genau beobachtet und viele Gemeinsamkeiten zum Motorsport festgestellt", sagte Maximilian Günther. "Nur wenn alles perfekt passt, kommt eine Top-Zeit heraus."

Zwölf Kurven erwarteten die Motorsport-Nachwuchstalente, darunter legendäre Passagen wie Schlangengrube, Turbodrom und Echowand. Bei mehr als 120 km/h wirkten Kräfte von bis zu 5 g auf die Förderpiloten ein. Nur rund 50 Sekunden dauerte eine schnelle Runde auf der ältesten und zugleich modernsten Kunsteisbahn der Welt. Genügend Zeit auf der 1 244 Meter langen Piste, um die jungen Motorsportler zu beeindrucken. "Es fühlte sich fast so an, wie in einem Rennauto durch Monaco zu fahren - da war Tunnelblick angesagt", erklärte Jason Kremer stellvertretend für seine Kollegen. Trotz aller Komplimente steht aber fest: Auf Rädern fühlen sich die jungen Rennfahrer doch wohler als auf Kufen.

Die Deutsche Post stieg bereits 2004 mit der Speed Academy in die Nachwuchsförderung des Motorsports ein. Seit dem sucht sie jedes Jahr in den verschiedensten Rennserien nach talentierten deutschen Rennfahrern. Piloten aus allen Nachwuchsserien, die das Zeug für die oberen Serien haben, will die Akademie einen Anschub und Rückhalt für die Rennfahrerkarriere geben, heißt es auf der Homepage.

Und der Erfolg spricht für sich: Denn die heutigen Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil und Nico Hülkenberg waren einst Förderkandidaten der Speed Academy.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg (vm) am 05.11.2014, 13:09 Uhr veröffentlicht.