Wolfgang Pester (vm) - 8. September 2014, 21:15 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Star-Appeal: Jaguar XE feiert Weltpremiere in London
Vorhang auf für den Jaguar XE: Die neue heckgetriebene Limousine ist eine Leichtbaukonstruktion soll für die Briten Kunden von Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse gewinnen.
Bei der Weltpremiere des neuen XE stand die Enthüllung des sportlichen Topmodells XE S im Mittelpunkt. Mit 3,0-Liter-V6-Kompressormotor, der 250 kW/340 PS bei 6 500/min leistet und bei 4 500/min maximal 450 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle stemmt, soll der Wagen in 5,1 Sekunden von null auf 100 km/h spurten; bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt.
Zum Motorenangebot gehören auch neue Vierzylinder mit 2,0 Liter Hubraum. Die Benziner und Diesel sind aus Aluminium gefertigt und werden im neuen Motorenwerk Wolverhampton gebaut. Der Diesel leistet 120 kW/163 PS und verfügt über ein maximales Drehmoment von 380 Newtonmeter. Er läuft als erster Vertreter der sogenannten "Ingenium"-Baureihe vom Band und erzielt mit variabler Steuerung der Auslassventile und einer Abgasnachbehandlung einen CO2-Ausstoß von 99 g/km, was dem Verbrauch von rund 3,8 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern im kombinierten EU-Zyklus entspricht. Jaguar will dem EU6-Diesel noch stärkere Versionen folgen lassen.
Den Vierzylinder-Benziner wird Jaguar in zwei Leistungsstufen anbieten, beide kombiniert mit einer leichteren Version des aus der übrigen Jaguar-Modellpalette bekannten Achtstufen-Automatikgetriebes "8HP" von ZF. Bedient wird es über den von Jaguar einst beim XF eingeführten Jaguar "Drive Selector": Das ist ein Drehschalter in Chrom-Optik, der beim Drücken des Starterknopfes aus der Mittelkonsole ausfährt und sich in die Hand des Fahrers schmiegt. Für den Diesel-XE steht alternativ ein manuelles Sechsganggetriebe zur Wahl.
Der Jaguar XE ist wie Coupé und Cabrio des F-Type sowie die neuen SUV Range Rover und Range Rover Sport aus Aluminium (Al) in der sogenannten "Monocoque"-Bauweise gefertigt. Der Al-Anteil der Karosserie beträgt beim XE 75 Prozent und ist laut Jaguar die erste ihrer Art in der Mittelklasse. Im englischen Solihull entstand die größte Produktionsanlage für Karosserien aus Aluminium, wo letztes Jahr bereits rund 140 000 Modell-Einheiten fertiggestellt wurden.
Und was ist mit dem Innenraum? Feinnarbiges Leder und Details wie doppelte Kontrastnähte lassen Maßschneider-Feeling aufkommen. Sie sind Beleg für feine Handarbeit, ebenso wie die Dekoreinlagen in glänzendem Schwarz, strukturiertem Aluminium oder Holz. Viel Platz gibt es auf den vorderen Sitzen. Laut Jaguar sollen die Passagiere im Fond auch über großzügige Kopf- und Beinfreiheit verfügen.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Wolfgang Pester (vm) am 08.09.2014, 21:15 Uhr veröffentlicht.
