Ralf Loweg (vm) - 26. August 2014, 13:36 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Vettel und Infiniti: Testfahrt in Sotschi
In den Rennen läuft es für den viermaligen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel in diesem Jahr alles andere als rund.
Vor zweieinhalb Wochen wurde die neue Formel-1-Rennstrecke in Sotschi asphaltiert. Vor einer Woche erhielt der Kurs von Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting die Lizenz für die Austragung eines Rennens der Königsklasse. Und jetzt fuhr Sebastian Vettel die erste komplette Runde auf dem 5,853 Kilometer langen Kurs mit seinen insgesamt 19 Kurven. Der Weltmeister saß aber nicht am Steuer eines Formel-1-Boliden, sondern er war mit einem Infiniti Q50 Hybrid unterwegs.
"Es ist großartig, wieder in Sotschi zu sein und zu sehen, wie sich die Anlage seit meinem vorherigen Besuch verändert hat", sagte Sebastian Vettel beeindruckt. Er war bereits im April 2013 im Olympiapark am Schwarzen Meer vor Ort, um sich ein persönliches Bild von den Bauarbeiten zu machen. Entworfen wurde diese Rennstrecke - wie so viele andere Kurse in der Formel 1 - von dem Aachener Architekten Herrmann Tilke.
Vor wenigen Monaten sei alles noch eine einzige Baustelle gewesen. Doch schon nach der ersten Runde mit dem Infiniti Q50 war Sebastian Vettel begeistert. "Das ist eine sehr interessante Strecke mit einer guten Mischung aus schnellen Kurven und technisch anspruchsvollen Passagen", erklärte er nach seiner Testfahrt. Vettel ist überzeugt, dass die Strecke mit einem Formel-1-Auto eine ein riesige Herausforderung sein wird.
Lange warten auf die Premiere muss man nicht mehr. Auf der Rennstrecke von Sotschi soll am 12. Oktober 2014 der erste Große Preis von Russland stattfinden. Doch wegen der andauernden Ukraine-Krise und des derzeit angespannten Verhältnisses des Westens zu Russland wird die Kritik an der Austragung dieses Rennens immer lauter. Was sagt Sebastian Vettel zu der politischen Diskussion? "Man darf sich da nicht zu sehr den Kopf zerbrechen, gerade als Sportler. Ich denke, wenn wir grünes Licht für das Rennen bekommen, dann wird es auch in Ordnung sein." Er selbst wolle sich nur auf seinen Job als Rennfahrer konzentrieren, für die Politik und das Drumherum seien andere Leute zuständig.
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