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Thomas Schneider (vm) - 15. August 2014, 17:24 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Warme Motorhaube plus Alkohol im Blut rechtfertigt MPU

Das eigene Zuhause als sicherer Hafen nach einer Alkoholfahrt? Weit gefehlt! Das zeigt ein aktueller Fall aus Nordrhein-Westfalen, in dem die Polizei einen alkoholisierten Mann aufgrund der noch warmen Motorhaube seines Wagens verdächtigt hat.

Das eigene Zuhause als sicherer Hafen nach einer Alkoholfahrt? Weit gefehlt! Das zeigt ein aktueller Fall aus Nordrhein-Westfalen, in dem die Polizei einen alkoholisierten Mann aufgrund der noch warmen Motorhaube seines Wagens verdächtigt hat. Die vom Nachbarn des Mannes herbeigerufenen Beamten hatten bei dem mutmaßlichen Fahrzeugführer 2,56 Promille im Blut festgestellt. Die Folge war eine von der Führerscheinstelle angeordnete medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Und das nach Ansicht des OLG Nordrhein-Westfalen (Az. 16 B 358/14) auch völlig zu Recht.

Nachdem der Mann der Anordnung nicht nachkam, entzog ihm die Behörde laut der Deutschen Anwaltshotline die Fahrerlaubnis. Dagegen ging er durch zwei Instanzen vor - letztlich ohne Erfolg. Ein Video des Smartphones vom verfeindeten Nachbar überführte den Autofahrer schließlich endgültig. Das aber wäre überhaupt nicht nötig gewesen, denn laut den Richtern deute schon der hohe Blutalkoholwert auf ein Alkoholproblem hin, was die MPU-Anordnung rechtfertige. "Man muss also nicht am Steuer alkoholisiert erwischt werden, um seinen Führerschein zu riskieren", warnt Rechtsanwalt Frank Böckhaus.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Thomas Schneider (vm) am 15.08.2014, 17:24 Uhr veröffentlicht.