Thomas Schneider (vm) - 13. August 2014, 12:37 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Pkw-Weltmarkt: Aufschwung mit Schönheitsfehlern
Licht und Schatten: Der weltweite Automarkt hat sich im Juli insgesamt sehr positiv entwickelt.
Das Reich der Mitte verzeichnet mit 1 269 700 Neuwagen einen Zuwachs um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im bisherigen Jahresverlauf summieren sich die Verkäufe laut den Zahlen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) auf knapp über zehn Millionen Fahrzeuge. Dank dieses Anstiegs um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr knackt China diese Marke erstmals bereits nach sieben Monaten. Auch in den USA sind mit 1 428 500 "Light Vehicles" 9,1 Prozent mehr Pkw und leichte Trucks neu auf die Straße gekommen als im Juli 2013. Von Januar bis Juli waren es mit 9,6 Millionen Einheiten rund fünf Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
In Westeuropa ist das Neuwagengeschäft mit knapp über einer Million Fahrzeugen um 4,9 Prozent gewachsen. Für die ersten sieben Monate des Jahres ergibt sich damit ein Absatz von fast 7,4 Millionen neuen Autos, was im Jahresvergleich einem Plus von 5,4 Prozent entspricht. Besonders stark präsentieren sich im Juli einige kleinere westeuropäische Pkw-Märkte mit Zuwachsraten von 61 Prozent in Irland, 31 Prozent in Portugal und 18 Prozent in Griechenland. Der deutsche Markt hat um 6,8 Prozent auf 270 249 neue Pkw im Juli zugelegt und kommt nach sieben Monaten auf insgesamt rund 1,8 Millionen Autos. Das sind drei Prozent mehr als Vorjahr.
Ebenfalls positiv entwickelte sich die Pkw-Nachfrage im Juli mit 199 400 Einheiten in Indien, was einem Zuwachs um 6,5 Prozent entspricht. Dennoch ergibt sich hier für Januar bis Juli mit zusammen knapp 1,5 Millionen Fahrzeugen noch ein Minus von zwei Prozent.
Das insgesamt gute Gesamtbild auf dem Weltmarkt wird jedoch im Juli teils durch Einbußen auf dem japanischen, dem brasilianischen und insbesondere dem russischen Automarkt getrübt. Noch vergleichsweise glimpflich kommt mit einem Minus von 2,6 Prozent Zulassungen auf 391 400 Neuwagen Japan weg. Der viertgrößte Weltmarkt hat laut VDA unter einer Mehrwertsteuer-Erhöhung im April gelitten, verzeichnet für den bisherigen Jahresverlauf aber mit knapp drei Millionen Neuwagen noch ein Plus von neun Prozent.
Stärkere Rückgänge von 13,6 Prozent waren mit 280 200 Einheiten im Juli in Brasilien zu verzeichnen. Für die ersten sieben Monate ergibt sich mit zusammen 1 865 100 Neuwagen ein Minus von 8,3 Prozent. Regelrecht eingebrochen sind im zurückliegenden Monat die Verkäufe in Russland. 180 800 neue Autos entsprechen Einbußen von 22,9 Prozent gegenüber dem Juli 2013. Und auch für den bisherigen Jahresverlauf ergibt sich mit 1 410 600 Pkw ein Minus von 9,0 Prozent.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Thomas Schneider (vm) am 13.08.2014, 12:37 Uhr veröffentlicht.
