Ralf Loweg (vm) - 5. August 2014, 11:43 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Aussehen ist nicht alles: Die richtige Biker-Bekleidung
Mit modischen Bermuda-Shorts und luftigem T-Shirt auf dem Motorrad.
Lederkombis sind heute klimatechnisch fast so gut wie Textilkleidung und die wird wiederum in Sachen Abrieb immer besser. Wichtig sind auch die optimale Bewegungsfreiheit und der Schutz vor Witterungseinflüssen. "Wer sich wohl fühlt, fährt sicherer", sagen die Experten vom TÜV Süd. Doch Vorsicht: Nach einem Unfall ist die Kleidung sofort zu ersetzen.
Vor dem Besuch beim Händler seines Vertrauens sollte sich jeder Bike die Frage stellen: Wie, wofür und wann kommt das Motorrad zum Einsatz? Für kurze Ausfahrten ist der Einteiler gut. Er liegt eng am Körper, bietet wenig Windwiderstand und kann nicht verrutschen. Geht es auf längere Touren oder will man mit dem Bike zum Arbeitsplatz pendeln, sind zweiteilige Textil- oder Lederkombinationen die richtige Wahl, denn sie können auch abseits des Motorrads getragen werden. Zudem verfügen sie zumindest über Stauraum für Schlüssel und Brieftasche. Wichtig bei allen Anlässen: gut gesehen zu werden. Deshalb: helle Farben wählen.
Und wie sieht es mit der Beschaffenheit aus? Leder und Textil sind die sichersten Materialien, wenn's aufs Bike geht. Beim Leder ist unbedingt auf die Stärke zu achten, erklären die Fachleute. Denn Tests zeigen, dass das Material mindestens 1,2 Millimeter stark sein sollte. Aber keine Sorge: Dank neuer Gerbverfahren kann die Lederkombi auch bei Wind und Wetter angezogen werden. Alternative Gerbstoffe sorgen dafür, dass der Biker auch bei starkem Regen trocken bleibt. Zusätzlicher Vorteil des neuen Verfahrens: Bei Sonneneinstrahlung bleiben die Tierhäute kühl. Neue, mit dem Leder direkt verbundene Klima-Membrane halten den Motorradfahrer zusätzlich trocken und frisch.
Aber auch Textilbekleidung hat ihre Vorteile: Sie ist leichter, bequemer und bietet zudem besseren Schutz gegen Wind und Regen. Das größte Plus gegenüber der Lederkleidung: Biker können die Textilkleidung über der normalen Kleidung tragen. Das ist vor allem für Berufspendler eine gute Alternative. "Wer bei großer Hitze unterwegs ist, der sollte sich für die textile Variante entscheiden", empfehlen die Experten.
Und wie sieht es bei der Sicherheit aus? Schultern, Ellenbogen, Rücken, Hüfte und Knie sind für Motorradfahrer besonders sensible Bereiche. Moderne Protektoren können helfen. Sie schützen und bieten gleichzeitig einen hohen Tragekomfort. Protektoren sind entweder direkt in die Kleidung integriert oder separat zu erhalten. Laut TÜV Süd ist unbedingt auf das Prüfsiegel zu achten: EN 1621-2 gilt für Rückenprotektoren, EN 1621-1 für alle anderen.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Ralf Loweg (vm) am 05.08.2014, 11:43 Uhr veröffentlicht.
