Ralf Loweg (vm) - 24. Juli 2014, 14:34 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Rückruf: Bei General Motors wackeln die Sitze
Klapperkisten und Schrottkarren: Der Autobauer General Motors (GM) wird langsam zum Gespött.
Für GM geht damit eine beispiellose Serie von Rückrufen weiter. Seit Jahresbeginn hat der Konzern fast 30 Millionen Autos in die Werkstätten bestellt. Zum Vergleich: Das ist das Dreifache der eigenen Jahresproduktion. Für GM sind die jüngsten Qualitätsmängel nicht nur ein großer Imageschaden, sie belasten auch die Bilanz. Allein die Reparaturen kosten laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" umgerechnet insgesamt 1,8 Milliarden Euro. Schon im ersten Quartal des Jahres hatte General Motors wegen des Rückruf-Debakels nur einen Gewinn von rund 108 Millionen Dollar (80 Millionen Euro) eingefahren.
GM selbst versucht, das neueste Debakel zu beschönigen. "Diese Rückrufe zeigen, wie sehr wir unseren Sicherheitsansatz verbessert haben", sagte der zuständige GM-Manager Jeff Boyer. Ein jahrelang verschleppter Defekt an Zündschlössern hatte die Rückrufwelle ausgelöst. Laut GM starben mindestens 13 Menschen aufgrund des Mangels. Verbraucherschützer gehen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Von bis zu 300 Toten ist die Rede.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg (vm) am 24.07.2014, 14:34 Uhr veröffentlicht.
