Thomas Schneider (vm) - 22. Juli 2014, 12:25 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Volvo XC90: Vollgepackt mit moderner Sicherheitstechnik
Mit dem neuen XC 90 will Volvo ab August einmal mehr Maßstäbe in puncto Sicherheit setzen.
Die sogenannte "Run off Road Protection" soll bei einem Unfall die Folgen abmildern. Das System strafft automatisch die vorderen Sicherheitsgurte, wenn das Fahrzeug von der Fahrbahn abkommt. Der neue Kreuzungs-Assistent erkennt eine potenzielle Unfallgefahr, wenn der Fahrer beim Abbiegen in den Gegenverkehr zu steuern droht. Dann bremst das Fahrzeug selbstständig, um einen Zusammenstoß zu vermeiden oder die Folgen eines Unfalls abzumildern.
Flankiert werden die beiden Neuheiten durch weitere elektronische Helfer und Sicherheitssystemen. Das "City Safety"-System haben die Schweden erweitert. Es erkennt Fahrzeuge sowie Fahrradfahrer und Fußgänger, die sich vor dem Fahrzeug befinden bei Tag und erstmals auch bei Nacht. Bleibt nach einer Warnung eine Reaktion des Fahrers aus, bremst das System selbstständig.
Daneben sorgt ein Überschlag-Schutzsystem, das anhand von Sensoren die unmittelbare Gefahr eines Überschlags erkennt. Daraufhin bremst es eines oder mehrere Räder kontrolliert ab und drosselt die Motorleistung, um die Stabilität des Fahrzeugs wieder herzustellen. Auch ein Totwinkel-Warner und ein Spurhalteassistent mit aktivem Lenkeingriff hat der XC90 an Bord. Und auch vor Übermüdung warnt das Auto seinen Fahrer und zeigt ihm sogleich die nächstgelegene Raststätte an.
Außerdem soll ein Stau-Assistent ein sicheres und komfortables Fahren bei zähfließendem Verkehr erlauben. "Das aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem mit Stau-Assistent steuert nicht nur die Geschwindigkeit, sondern bietet erstmalig auch eine Lenkunterstützung - und macht das Fahren im eintönigen Stop-and-Go-Verkehr damit sicherer und entspannter", erläutert Lotta Jakobsson vom Volvo Cars Safety Centre.
Und noch ein weiteres Komfort-Element haben die Schweden weiterentwickelt: den Einpark-Assistenten. Er ermöglicht nicht nur das Einparken in parallel zur Fahrbahn liegende Parklücken, sondern steuert den Volvo XC90 auch rückwärts in Parkbuchten. Das System übernimmt dazu die Kontrolle über das Lenkrad, während der Fahrer Schaltung und Gaspedal bedient. Ein großer Bildschirm zeigt zudem eine digital erzeugte Rundumsicht um das Fahrzeug aus der Vogelperspektive an. Vier Kameras mit Fischaugenlinsen liefern das Bildmaterial.
Und die ermöglichen darüber hinaus ein weiteres Sicherheits-Feature, den "Cross Traffic Alert". Beim Ausparken erfasst das System den Querverkehr hinter dem Fahrzeug. Wahrgenommen werden Fahrzeuge in einem Umkreis von bis zu 30 Metern, auch Fußgänger und Radfahrer werden erkannt. Bei drohender Gefahr erhält der Fahrer eine akustische und optische Warnung.
In manchen Fällen aber sind auch die modernsten aktiven Sicherheitssysteme nicht in der Lage, einen Unfall zu verhindern. Dann greift der "passive Schutz" im XC90. So erkennen rückwärts gerichtete Radarsensoren einen bevorstehenden Heckaufprall und veranlassen ein Straffen aller Sicherheitsgurte, um eine optimale Sitzposition der Passagiere zu gewährleisten. Ist ein Überschlag nicht mehr zu verhindern, werden Vorhang-Airbags ausgelöst, die die üblichen Front- und Seitenairbags ergänzen. Sie decken den seitlichen Bereich aller drei Sitzreihen ab und sollen Kopfverletzungen der Passagiere verhindern.
Und auch die neuen Sitze in dem großen SUV weisen eine Besonderheit auf: Ein energieabsorbierender Bereich zwischen Sitz und Sitzrahmen beugt Wirbelsäulenverletzungen vor, indem er die vertikalen Kräfte reduziert. Das entspricht quasi einer vertikalen Knautschzone.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Thomas Schneider (vm) am 22.07.2014, 12:25 Uhr veröffentlicht.
