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Wolfgang Pester (vm) - 15. Juli 2014, 15:10 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Fahrerassistenz: starker Schub für mehr Verkehrssicherheit

Sicherheitssysteme retten Leben.

Sicherheitssysteme retten Leben. So ist die Zahl der Verkehrstoten in Europa seit dem Jahr 2000 um mehr als die Hälfte auf derzeit 26 000 tödlich Verunglückte gesunken. "Einen wesentlichen Anteil daran haben aktive Sicherheitssysteme" im Auto, betont Wolf-Henning Scheider, Bosch-Geschäftsführer und Sprecher des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik.

"Den nächsten Schub für mehr Verkehrssicherheit bringt die Fahrerassistenz", so der Topmanager. So können in Deutschland die Unfälle mit Personenschaden mit automatischen Notbremssystemen um 20 Prozent gesenkt werden. "Gleiches gilt für einen Abbiege- und Kreuzungsassistenten", so Scheider, der sich auf Auswertungen der GIDAS-Unfalldatenbank bezieht. Die "German In-Depth Accident Study" (GIDAS) - ein Gemeinschaftsprojekt der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und der Forschungsvereinigung Automobiltechnik (FAT) - dokumentiert Verkehrsunfällen mit Personenschäden in Deutschland, und belegt, dass in nahezu 90 Prozent aller Unfälle falsches Verhalten eine entscheidende Rolle spielt.

Mit aktiven Sicherheitssystemen wie Antischleudersystem ("ESP"), Bremsassistent, der durch Anheben der Bremsleistung den Anhalteweg stark verkürzt, und Einrichtungen, die vor gefährlichen Abstandssituationen warnen und Bremsmanöver ausführen, vermeiden heute schon bei vielen Autos kritische Situationen. Doch ein "weiteres riesiges Potenzial für mehr Sicherheit und auch Komfort steckt schließlich im automatisierten Fahren", so Scheider in der Automobiltechnischen Zeitschrift (ATZ). "Zunächst beschränkt auf niedrige Geschwindigkeiten im Stau werden wir bereits im kommenden Jahrzehnt das hoch- und vollautomatisierte Fahren auf Autobahnen mit Reisegeschwindigkeit erleben."

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Wolfgang Pester (vm) am 15.07.2014, 15:10 Uhr veröffentlicht.