Wolfgang Pester (vm) - 1. Juli 2014, 11:15 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Audi speckt mit Kunststoff-Federn 40 Prozent Gewicht ab
Die Ingenieure von Audi ziehen die Spirale im Leichtbau weiter an.
Der für den Herbst angekündigte facegeliftete Audi A6 wird erstmals serienmäßig mit Schraubenfedern aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ausgerüstet sein. ,,Die heutige Stahlfeder am Audi A6 wiegt 2,66 Kilogramm", so Joachim Schmitt, der bei Audi Federsysteme entwickelt. ,,Bei der Schraubenfeder aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) sind es weniger als 1,6 Kilogramm, also gut 40 Prozent weniger und das bei ebenso guten Eigenschaften." Und sie unterscheidet sich schon optisch von einer Stahlfeder, weil der Kunststoff hellgrün gefärbt, ihr ,,Draht" (Faserstrang) dicker als der einer Stahlfeder und ihr Gesamtdurchmesser bei geringerer Windungsanzahl etwas größer ist.
Insgesamt wird allein durch den Einsatz der vier GFK-Federn das Fahrzeuggewicht um rund 4,4 Kilogramm vermindert und das ,,an entscheidender Stelle im Fahrwerkssystem. Denn dadurch erhöhen wir zusätzlich die Fahrpräzision und verbessern den Schwingungskomfort", erklärt Professor Dr.-Ing. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung bei Audi.
Die Idee der GFK-Feder stammt vom französischen Physiker Dr. Max Sardou. Gemeinsam mit dem in Mailand angesiedelten Zulieferer und Patentinhaber Sogefi Group hat Audi die Feder aus Faser-Kunststoff-Verbund zur Serienreife entwickelt. Die neuartige Feder lässt sich exakt auf gewünschte Eigenschaften abstimmen. Sie ist unempfindlich gegen Umwelteinflüsse wie Korrosion, gegenüber Chemikalien wie Felgenreiniger und auch Steinschlag macht ihr nichts aus. Nicht zuletzt soll die Fertigung der GFK-Feder sehr viel weniger Energie verbrauchen als die von Stahlfedern.
Wolfgang Pester
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Wolfgang Pester (vm) am 01.07.2014, 11:15 Uhr veröffentlicht.
