Ralf Loweg (vm) - 17. Juni 2014, 14:22 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
GM-Albtraum: Alles nur "Schrottkisten"
Peinlich, peinlich: So langsam müsste General Motors jedem Kunden eine Medaille geben, dessen Auto wegen eines Defektes noch nicht in die Werkstatt zurückgerufen wurde.
Damit erhöht sich die Gesamtzahl der in diesem Jahr zurückgerufenen Autos auf schier unfassbare 20 Millionen. Das ist mehr als die doppelte Jahres-Produktion von General Motors. Allein die Reparaturkosten dürfen sich nach vorsichtigen Schätzungen auf etwa 1,5 Milliarden Euro belaufen, vom Imageschaden ganz zu schweigen. Die Bild Zeitung stellt bereits die Frage: "Steht die Opel-Mutter vor dem Ruin?"
Vom jüngsten Rückruf der Limousinen sind mehrere Modelle der US-Marken Chevrolet, Buick und Cadillac aus den Jahren 2000 bis 2014 betroffen. Opel-Modelle sind dem Vernehmen nach nicht betroffen. GM wird den Zündschlüssel überarbeiten oder austauschen, so der Konzern. Bei den zurückgerufenen Kompaktwagen hingegen wechselt GM das Zündschloss beziehungsweise einen zu schwach ausgelegten Schalter aus.
GM musste wegen der Schlampereien mit den Zündschlössern bei den Kompaktwagen bereits eine Strafe von 35 Millionen Dollar zahlen. Zudem laufen zahlreiche Klagen gegen das Unternehmen von Autobesitzern und Unfallopfern oder deren Familien, berichtet Spiegel Online. Die weitaus meisten der problematischen Autos wurden in den USA verkauft, dahinter folgen Kanada und Mexiko.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Ralf Loweg (vm) am 17.06.2014, 14:22 Uhr veröffentlicht.
